amanns 980

Familienname

Geschichtliche Aufzeichnungen über die Fenkart sind nur spärlich vorhanden. Den Familiennamen Fenkart findet man in den Kirchenbüchern und alten Dokumenten in unterschiedlicher Schreibweise. Der Name "Fenkhart" (Fenkart) soll aus dem graubündnerischen "Fenk", das soviel wie "Germann" heißt, und dem zweiten Teil "hart", dem althochdeutschen Namen für "Wald", entstanden sein. Aus der Zusammensetzung des Namens könnte man also schließen, dass die Fenkarts, zurzeit als sie ihren Namen erhielten, Bergleute waren, die im Wald hausten oder arbeiteten. Auch Teile des Wappens lassen diese Deutung zu.

Erwähnungen 

  • Um 1350 werden die Fenkart's bereits im Jahrzeitbuch erwähnt und waren somit zu dieser Zeit bereits eingesessene Bürger.
  • Um das Jahr 1398 wird eine Gret Vänchartti und ein Hans Fenchart mit seiner Frau Anna Summerin erwähnt, da diese drei zu dieser Zeit der Kirche eine Stiftung machten. Dieser Hans Fenchart wird in einer anderen Eintragung als Besitzer eines Gutes in Steckenwegen genannt. Der Name ist jedes Mal verschieden geschrieben.
  • Urkunde 8002 der Reichsgrafschaft Hohenems vom 22. September 1434: Vor Rudi Bernhard, Ammann zu Ems, der im Namen seiner Herren, Junker Hans Ulrich von Ems und seiner Vettern Michael und Merk von Ems, Gebrüder, als geschworener Richter in dem Flecken Ems öffentlich zu Gericht sitzt, macht "der ehrbare Knecht Hans Fenkart der Junge, der in diesem Jahr in der Vorder-Mellenalpe Senner gewesen" eine Zeugenaussage.
  • Um 1500 taucht der Name Fenkart wieder auf und ein Stefan Fenkart dürfte als erster der Sippe das Stammhaus in Emsreute bewohnt haben. Sein Sohn Christa übernahm dann 1635 das väterliche Gut und heiratete später eine Barbara Mathis aus Ebnit.
  • Urkunde 8556 der Reichsgrafschaft Hohenems vom 12. Januar 1562 (Kaufbrief): Verkäufer ist Hauptmann Marx Emser, gesessen auf dem Muedelberg, Käufer sind Michael Öchin und Greta, dessen Ehefrau. Gegenstand des Kaufes ist die Hälfte eines Gutes, die Lenzenau genannt, am Rhein; stößt an die Landstraße und an den Rhein, dann an die Gemeinde, an Hans Fenkart und viertens an den Schlott.
  • Urkunde 5223 der Reichsgrafschaft Hohenems vom 11. November 1601: Konrad Spiegel in der Reute zu Ems verkauft der Kapellenpfründe im Schloss Hohenems, insbesondere aber dem Grafen Kaspar von Hohenems als Kollator dieser Pfründe und Inhaber der Festung Hohenems, um 160 Gulden einen jährlich ablösbaren Martinizins von 8 Gulden. Anstößer ist u.a. Stefan Fenkart.
  • Urkunde 5245 der Reichsgrafschaft Hohenems vom 11. November 1607: Stefan Fenkart in der Reute zu Ems verkauft der Frühmesspfründe zu Ems um 25 Gulden, die von seinem verstorbenen Bruder Hans an diese Pfründe gestiftet und ihm nun geliehen worden sind, einen jährlich ablösbaren Martinizins von einem Gulden 15 Kreuzer von seinem eigenen Gut in der Reute, in der Scheiben gelegen, an Martin Aberer und an Georg Mathis´ Äcker stoßend.

Spitzenahnen

Spitzenahnen sind die jeweils ältesten Vorfahren in einer Ahnenreihe, zu denen die Daten der Eltern fehlen. Aus der Fenkart-Sippe gibt es im Stammbaum-Netzwerk folgende Spitzenahnen:

  • Stefan Fenkart, geboren ca. 1590, ist einer der Spitzenahnen aus der Fenkart-Sippe. Er wohnte mit seiner Familie in Steckenwegen in der Hohenemser Reute. Die Ahnenlinie verläuft über 15 Generationen und beinhaltet 3.392 Nachkommen.
  • Mathias Fenkart, geboren ca. 1605, hat die größte Nachkommenschaft. Die Ahnenlinie verläuft über 15 Generationen und beinhaltet 12.430 Nachkommen.
  • Jakob Fenkart, kam ca. 1655 zur Welt. Die Ahnenlinie verläuft über 13 Generationen und beinhaltet 3.572 Nachkommen.
  • Johannes Fenkart kam ca. 1665 zur Welt. Die Ahnenlinie verläuft über 12 Generationen und beinhaltet 1.298 Nachkommen.
  • Johannes Fenkart könnte ca. 1680 zur Welt gekommen sein. Die Ahnenlinie verläuft über 12 Generationen und beinhaltet 1.786 Nachkommen.
  • Anton Fenkart könnte ca. 1705 zur Welt gekommen sein. Die Ahnenlinie verläuft über 11 Generationen und beinhaltet 1.464 Nachkommen.
  • Johannes Fenkart kam ca. 1755 zur Welt. Die Ahnenlinie verläuft über 9 Generationen und beinhaltet 358 Nachkommen.

Persönlichkeiten 

Von den Fenkart-Vorfahren seien erwähnt Johann Georg Fenkart, der 1729 Landammann von Ems war, und der Tierarzt Dr. Otto Fenkart , der als junger Veterinärarzt nach Feldkirchen in Kärnten kam, zum Ehrenbürger dieser Stadt ernannt wurde und in Kärnten die Haflingerzucht aufgebaut hat.

Haus-/Vulgonamen

Ein Hausname oder Vulgoname, auch Übername genannt, ist ein Namenszusatz zur besseren Unterscheidung von Personen und Familien. Die Haus-/Vulgonamen stammen zum Teil aus der Zeit, als die Familiennamen eingeführt wurden (spätes Mittelalter). Dieser Namenszusatz kann in Verbindung zu einem Vornamen eines bestimmten Vorfahren stehen (z.B. "Chrischtas", "Josefs", "Wendelins", ...). Der Name eines Anwesens (Bauernhof, Gasthaus), Beruf, früherer Wohnort oder ein bestimmtes Ereignis wurden ebenfalls für Vulgonamen verwendet (z.B. Bärawirts, Böaschtabinders, Fischers, Gämslis, Gerbers, Krüzwirts, Mohrawirts, Schloßburs, Schuahmachers, Torgglers, Uhramächelers, Weagmachers, ...).

Bei den Fenkart's aus Hohenems gibt es folgende Haus-/Vulgonamen:

  • Chrischtas: Namensgeber ist Christa Fenkart von Hohenems, Reute. Ein Großteil seiner Nachkommen befindet sich in Vorarlberg mit Schwerpunkt Hohenems. Ein kleiner Teil fand die Heimat im Tessin und im Raum Stuttgart.
  • Dambritsches: Fenkart-Familie in Hohenems, Jäger-Straße
  • Füferlis: Fenkart-Familien in Hohenems, Burgstraße, Hochquellenstraße und Erlach
  • Füfers: Fenkart-Familien in Hohenems, Maximilianstraße und Marktstraße
  • Glashüslers: Fenkart in Hohenems, Kaiser-Franz-Josef-Straße
  • Jubeles: Stickerei Fenkart, Familie Fenkart in Hohenems Schweizerstraße, Schwefelberg
  • Langschütz: Familie Fenkart in Hohenems, Untergaß
  • Mangeses: Familie Fenkart in Hohenems, Erlachstraße
  • Neiesses: Familien Fenkart in Hohenems, Harrachgasse und Herrenried
  • Polizeiers: Familien Fenkart in Hohenems, Weiherstraße und Erlachstraße
  • Rota Lena:
  • Rotschütz: Familie Fenkart in Hohenems, Lustenauerstraße
  • Schützes: Familie Fenkart vom Gasthaus Schützenheim
  • Schwarzes:

Seit vielen Jahren fanden immer wieder Sippentreffen statt. Die ältesten Sippenangehörigen beim Sippentreffen anno 1965 in Hohenems waren Pater Gotthard Fenkart, Kapuzinerkloster Perjen, Landeck, mit über 82 Jahren und Frau Luise Ratz geb. Fenkart vom Schlosscafe Hohenems, mit über 81 Jahren. Das Sippentreffen anno 1989 wurde von Ferdi und Loni Bösch organisiert.