23 | 05 | 2013

Sader

Der Familienname

Die Herkunft des Familienamens "Sader" ist derzeit nicht bekannt.

Die Familiennamen leiten sich häufig aus Berufsbezeichnungen, Vornamen des Vaters oder der Mutter, von Eigenschaften oder vom Herkunftsort ab.

Zur Namensfamilie zählen u.a. die Sadr, Sadra, Sadri, Sadriu, Sadura, Saider, Satar, Satter, Satur, Sauder, Sauter, Sautier, Sautter, Sayder, Seider, Sieder, Sodar, Soder, Söder, Soeder, Soter, Sotier, Sotor, Suter und Sutter.

Zählt man diese Namensvarianten zusammen, liegt die Schweiz mit 15.329 Namensträgern an erster Stelle. Deutschland folgt an zweiter Stelle mit 10.415 Namensträger. Frankreich nimmt mit 2.409 Namensträger Platz drei ein. Die Position vier nimmt Österreich mit 707 Namensträger ein.

Im Telefonbuch von Deutschland gibt es 134 Sader. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung sind etwa 352 Namensträger zu erwarten. Damit tritt der Name unterdurchschnittlich häufig auf.

Im Telefonbuch von Frankreich gibt es 17, in Italien 16, in Österreich 13 und in der Schweiz 6 Einträge. Die geringe Häufigkeit des Namens führt möglicherweise nicht zu aussagekräftigen Ergebnissen.

Sader in Südtirol

Wappen des Hanns Sader

Michelsburg in St. Lorenzen im Pustertal

Hanns Sader, geboren ca. 1560, ist der Stammvater der im Stammbaum-Netzwerk befindlichen Sader. Er war verheiratet und hatte einen Sohn namens Lucas. Die Ahnenlinie verläuft über 14 Generationen und beinhaltet derzeit 147 Nachkommen.

Hanns Sader war Gerichtsherr auf der Michelsburg bei St. Lorenzen im Pustertal (Südtirol). Das Bild rechts zeigt die imposante Michelsburg, welche um 1091, auf einem freistehenden Hügel, südlich von St. Lorenzen, erbaut wurde.

Das Sader-Wappen erhielt Hanns Sader um 1600 durch den fürstbischöflichen Grafen von Spaur zu Brixen.

Wappenbeschreibung: Im silbernen Schild zwei rote Sparren, darauf je ein Steinbock, Helm schwarz-silber, Helmzier mit einem Adlerflug silber, in der Mitte ein aufrechtstehender Steinbock. Schildzier rechts blau-silber, links rot-silber.

Lucas Sader kam ungefähr im Jahre 1600 als Sohn des Stammvaters Hanns Sader in Afers zur Welt. Er ehelichte Maria Kircher. Aus dieser Ehe stammt Sohn Jakob, der im Jahre 1633 in Afers geboren wurde.

Jakob Sader, geboren 1633 in Afers, heiratete Maria Gostner, mit der er den Sohn Michael hatte.

Michael Sader, geboren 1665 in Afers, heiratete Maria Kaser, mit der er den Sohn Michael hatte.

Michael Sader,geboren 1693 in Afers, heiratete Margarethe Widmann. Das Ehepaar verzog nach St. Andrä, wo ihr Sohn Andreas geboren wurde.

Andreas Sader, geboren 1746 in St. Andrä, heiratete im Jahre 1775 Elisabeth Goller. Aus dieser Ehe stammt Sohn Josef.

Josef Sader (1777-1821), geboren in St. Andrä, heiratete im Jahre 1807 Anna Sigmund. Aus dieser Ehe stammen sieben Kinder. Josef Sader lebte mit seiner Familie zuerst auf dem "Frötscher Hof" in (Ober-)Mallaun bei Brixen. Im Jahre 1814 tauschte er den "Frötscher Hof" gegen den "Meßnerhof" in Milland ein. Der Meßnerhof gehörte ursprünglich einem Josef Bacher, der ihn 1803 an Josef Bodner und Ursula Schenkin verkaufte. 1806 wird der Hof an Andreas Gasser verkauft. Im Jahre 1814 übernahm Josef Sader (1777-1821) den Meßnerhof (Hausnummer 24) der sich direkt neben der Pfarrkirche "Maria am Sand" in Milland befindet. Als "Meßnerbauer" war Josef Sader als Bauer und auch als Mesner für die Kirche von Milland tätig. Josef Sader verstarb im Jahre 1821 im Alter von 44 Jahren. Die Stammline Sader geht über die zwei Söhne Josef (1814) und Johann Baptist Sader (1818) weiter. Beides sind 5x UrEnkel des Stammvaters Hanns Sader.

Johann Baptist Sader (geb. 1818)

Meßnerhof in MillandNach Josef Saders Tod verwaltet die älteste Tochter Maria, später verheiratet mit Sebastian Fischer, den Hof bis zur Großjährigkeitserklärung ihres Bruders Josef Sader (1814-1878).

Johann Baptist Sader (Bild links) kam im Jahre 1818 als zweitältester Sohn des Josef und der Anna Sader in Milland zur Welt. Er war gerade drei Jahre alt als sein Vater starb. Mit elf Jahren verstarb auch noch seine Mutter.

Johann Baptist wurde Lehrer. Im Jahre 1852 heiratete er Maria Leider in Ridnaun. Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor. Namentlich bekannt ist derzeit die Tochter Johanna Sader (1866-1893), die den Schneidermeister Alois Mair geheiratet hatte.

Josef Sader kam 1814 als ältester Sohn des Josef und der Anna Sader in Milland zur Welt. Als er sieben Jahre alt war, verstarb sein Vater. Im Alter von 15 Jahren verlor er auch noch seine Mutter, die ein Jahr zuvor noch einmal geheiratet hatte.

Josef wurde Lehrer und übernahm ab ca. 1836 bis zu seinem Tode im Jahre 1878 die Aufgabe des Organisten und des Mesners. Im Jahre 1836 ehelichte er Maria Magdalena Gasser. Aus dieser Ehe stammen zwölf Kinder.

Josef Sader (1814-1878) vererbte den Meßnerhof seinem Sohn Josef Sader, geboren 1841, der ebenfalls in Mareit als Lehrer tätig war. Dieser  überlässt jedoch den Meßnerhof seiner Schwester Anna-Maria Leitner geb. Sader (1846-1922).

Anna Maria Leitner geb. Sader (1846-1922)

Anna-Maria Leitner geb. Sader (1846-1922), links abgebildet, war Meßnerbäuerin in Milland. Sie hatte den Meßnerhof von ihrem Bruder Josef Sader übernommen, der ihn zuvor von seinem Vater geerbt hatte. Anna Maria war zweimal verheiratet. und hatte insgesamt sieben Kinder.

Der Meßnerhof wurde im Jahre 1970 von einem ihrer Nachkommen neu aufgebaut.

Sepp Leitner, UrEnkel der Anna-Maria Leitner geb. Sader, ist der heutige "Meßnerbauer".

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