Otmar Mayr

Hallo, mein Name ist Otmar Mayr. Ich kam 1947 in Hohenems zur Welt. Mit meiner Gattin Irma geb. Klien habe ich zwei Kinder. Ich war 32 Jahre beruflich in der Büromaschinenbranche tätig.

Seit meiner Pensionierung beschäftige ich mich intensiv mit Ahnenforschung und bin Betreiber der Website verwandten.info.

Damals mitten im Berufsleben stehend, habe ich nicht daran gedacht, dass ich mich jemals mit Ahnenforschung beschäftigen würde.

In meiner Kindheit machten wir oft mit unseren Eltern Verwandtenbesuche in Montafon und Bregenzerwald. Wenn ich zurückblicke, konnte ich eigentlich nur meine Großtante Rosa Nathalia Riedlinger geb. Marinelli (1893-1972) und deren Kinder verwandtschaftlich richtig einordnen.

Selbstverständlich kannte ich auch die Geschwister meiner Eltern und deren Kinder. Ich wusste auch, dass mein Großvater väterlicherseits aus Südtirol stammt und mein Großvater mütterlicherseits in Au, Bregenzerwald und meine beiden Großmütter in Montafon geboren wurden. Das war aber auch schon alles.

Ich frage mich oft, wieso unsere Eltern und Großeltern damals nicht über die Vorfahren gesprochen haben. Später habe ich festgestellt, dass auch in anderen Familien kaum darüber gesprochen wurde.

Ahnenpaß mit Reichsadler
Ahnenpaß mit Reichsadler

Nach dem Tod meiner Großeltern waren deren Dokumente, Sterbebildchen und Fotos im Besitz meines Vaters. Darunter war auch der Ahnenpaß meines Großvaters Johann Anton Mayr (1890-1967) und ein Ahnennachweis meiner Marinelli-Vorfahren, der bis ins 16. Jahrhundert zurückreichte. Die Namen dieser Vorfahren waren mir damals völlig fremd.

Als die ersten Personal-Computer auf den Markt kamen, war mir klar, dass ich die Daten der Vorfahren in einer Stammbaum-Software erfassen werde. Diese Aufgabe übernahm dann allerdings mein Vater. Er erfasste auch die Daten seiner Nachkommen.

Verwandte meiner Gattin

Da die Vorfahren meiner Gattin im Stammbaum nicht fehlen durften, wurden auch diese erfasst.

Zu dieser Verwandtschaft zählen z.B. die Familien Aberer, Amann, Benzer, Brändle, Drexel, Fend, Fenkart, Fußenegger, Grabher, Halbeisen, Häfele, Hämmerle, Hefel, Huber, Jäger, Kathan, König, Klien, Linder, Lampert, Märk, Mathis, Nachbaur, Öhe, Peter, Rhomberg, Rüdisser, Reis, Riedmann, Schuler, Schneider, Schwendinger, Stump, Vogel, Walser, Witzemann, Wehinger, Waibel, ...

Es stellte sich heraus, dass viele Familien entweder händisch gezeichnete Stammbäume, Familienblätter oder sogar Sippenbücher hatten, die mir freundlicherweise für den Stammbaum zur Verfügung gestellt wurden. Es sind dies inzwischen weit über 250 Stammbäume, Ahnenpässe oder Sippenbücher.

Da die vielen Stammbäume am Computer miteinander verknüpft sind, kann man von einem Stammbaum-Netzwerk sprechen.

Verwandte in Amerika

Aus Erzählungen wusste ich, dass einige Verwandte meiner Gattin Irma im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert sind. Es gab danach noch lange einen Briefwechsel. Der Kontakt zwischen den Hohenemser Familien und den Auswanderern brach jedoch ungefähr im Jahre 1930 ab.

Von einer Familie Amann aus Hohenems kam einmal die Frage, ob es möglich wäre, mit den Nachkommen der nach Amerika ausgewanderten Hohenemser via Internet in Kontakt zu treten. Man kann sich vorstellen, dass die Erfüllung dieses Anliegens fast aussichtslos schien.

Albert Brian Balt

Wie es jedoch der Zufall will, fand ich am 15. August 2005 in einer der vielen Ahnenforscher Mailinglisten eine Nachricht von einem Albert Brian "Bert" Balt aus Rochester (NY) der nach Informationen über die Hohenemser Familien Amann, Häfele, Mathis, Waibel und Vogel suchte. Es stellte sich rasch heraus, dass er ein Nachkomme dieser Hohenemser Auswanderer ist. Der Umstand, dass Bert Balt auch noch ein hervorragender Ahnenforscher ist, machte diesen Kontakt zu einem "Volltreffer in der Genealogie".

Bert Balt (links im Bild) ist Vizepräsident der Rochester Genealogical Society Computer Interest Group (CIG). Er hat u.a. unzählige Daten seiner Hohenemser Verwandtschaft aus den verfilmten Matrikeln im Mormonenzentrum in Rochester erforscht und verwandten.info zur Verfügung gestellt. Durch ihn konnten immer wieder neue verwandtschaftliche Verknüpfungen zwischen den Hohenemser Familien hergestellt werden.

Es entstanden auch Kontakte zu anderen Nachkommen der Hohenemser Auswanderer mit Familiennamen Amann, Mathis, Jäger und Häfele.

2008 kam es zu einem Familientreffen der Jäger in Hohenems, Reute. Eine der Nachkommen reiste aus Minnesota an.