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Wappen der fürstlichen Familie von Liechtenstein

Die Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf südlich von Wien und auch die Feste Liechtenstein bei Judenburg (Steiermark) sind die Namensgeber für den Familiennamen Liechtenstein. Die Stammfamilien von beiden Burgen haben zufällig den selben Namen und sind aber miteinander nicht verwandt. In den Familienbüchern von verwandten.info sind beide Liechtenstein-Familien zu finden.

Erwähnungen

Große Berühmtheit erreichte der Minnesänger und Politiker Ulrich von Liechtenstein (* ca. 1210; + 1275), aus dem Haus Liechtenstein-Murau welches im 17. Jh. ausstarb. Er war kein Vorfahre des Fürstenhauses, aber er berichtete über Heinrich I. von Liechtenstein, der 1245 im Feldzug bei Thorn (Polen) siegte und 1246 die Ungarn in der Schlacht an der Leitha schlug, bei welcher der letzte Babenberger, Friedrich der Streitbare, den Tod fand. Sein Sohn Heinrich II. von Liechtenstein kämpfte in der Schlacht am Marchfeld (1278) für Rudolf v. Habsburg.

Hugo I. wird mit dem Prädikat "von Liechtenstein" in den Jahren 1120/1130 bis 1143 insgesamt siebenmal urkundlich genannt. In anderen Quellen wird er Hugues von Weikersdorf, Hugo von Leesdorf oder Hugo von Mödling genannt. Seine Namensänderung steht im Zusammenhang mit der Errichtung der Burg Liechtenstein (siehe Burgfoto - Quelle Wikipedia) in den Jahren zwischen 1122 und 1136. Hugo heiratete die Erbin und Tochter des Häderich von Liechtenstein. Aus dieser Ehe stammt Sohn Dietrich. Hugo I. von Liechtenstein verstarb im Jahre 1156.

 

Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf, NIederösterreichSpitzenahnen

Spitzenahnen sind die jeweils ältesten Vorfahren in einer Ahnenreihe, zu denen die Daten der Eltern fehlen.

  • Häderich, Graf von Liechtenstein und Herr von Mödling, geboren ungefähr 1060, ist der älteste Spitzenahne des Adelsgeschlechts von Liechtenstein. Er ist der 22x UrGroßvater des Fürsten Hans Adam von Liechtenstein.

  • Otto I. von Liechtenstein (Otto von Reidling ?) könnte ungefähr im Jahre 1125 zur Welt gekommen sein. Er ist wahrscheinlich ein Sohn des Hartwig von Reidling. Aus seiner Ehe stammt Sohn Dietmar. Der Name "von Liechtenstein" steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Errichtung der Feste Liechtenstein bei Judenburg, die vor 1140 erfolgte. Es besteht keine Verwandtschaft mit der Familie von und zu Liechtenstein im Fürstentum Liechtenstein. Otto I. von Liechtenstein ist der UrGroßvater des Minnesängers Ulrich I. von Liechtenstein (* ca. 1210; + 1275).

  • Dietmar I. von Liechtenstein (Dietmar von Reidling) kam im Jahre 1126 als Sohn des Hartwig von Reidling zur Welt. Ab 1140 nannte er sich Dietmar I. von Liechtenstein. Die Namensänderung hängt mit dem vor 1140 erfolgten Bau der Feste Liechtenstein bei Judenburg zusammen. Er tritt als erster nachweisbarer Besitzer der Burg Liechtenstein auf. Es besteht keine Verwandtschaft mit der Familie von und zu Liechtenstein im Fürstentum Liechtenstein.

Fürstentum Liechtenstein

Das Fürstentum Liechtenstein existiert seit 1719 und wurde durch den Kauf der Herrschaften Schellenberg im Jahre 1699 und Vaduz im Jahre 1713 gebildet. Die Familie Liechtenstein hat seinen Namen von der Burg Liechtenstein in Niederösterreich. Häderich, Graf von Liechtenstein und Herr von Mödling (* ca. 1060) und dessen Tochter und Erbin, die Hugo von Weikersdorf heiratete, sind die Vorfahren der Fürstenfamilie von und zu Liechtenstein.