Im Stammbaum-Netzwerk befinden sich folgende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens:

Karl V. von Habsburg (1500-1558)

Karl V. - spanisch Carlos I., französisch Charles Quint - (* 24. Februar 1500 im Prinzenhof, Gent, Burgundische Niederlande; + 21. September 1558 im Kloster von Yuste, Extremadura) war ein Angehöriger des Herrscherhauses Habsburg.

Nach dem frühen Tod seines Vaters Philipp I. von Habsburg und Kastilien war Karl ab 1515 Herzog der Burgundischen Niederlande und ab 1516 als Carlos I. der erste König von Spanien, genauer von Kastilien, León und Aragón in Personalunion. Im Jahr 1519 erbte er das Erzherzogtum Österreich und wurde als Karl V. zum römisch-deutschen König gewählt, nach seiner Krönung 1520 trug er (wie sein ungekrönt gebliebener Großvater Maximilian I. und seine künftigen Nachfolger) zunächst den Titel "erwählter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches", Sacrum Romanum Imperium.

1520 wurde er im Kaiserdom zu Aachen durch den Kölner Erzbischof Hermann V. von Wied zum "erwählten" Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt. Im Jahre 1530 wurde er offiziell, als letzter römisch-deutscher König, durch Papst Clemens VII. zum Kaiser gekrönt und ist damit nach Friedrich III. der zweite und letzte Habsburger, der von einem Papst gekrönt wurde.

Karl VII. König von Frankreich (1403-1461)

Karl VII. der Siegreiche (französisch Charles VII, le Victorieux 'der Siegreiche', le Bien Servi 'der Wohlbediente'; * 22. Februar 1403 in Paris; + 22. Juli 1461 in Mehun-sur-Yèvre) war von 1422 bis 1461 König von Frankreich. Er war der fünfte aus der Linie Valois der kapetingischen Dynastie und der erste der so genannten Loire-Könige. Ihm gelang mit der Hilfe Jeanne d'Arcs zunächst die Wende im Hundertjährigen Krieg, bevor er 1453 mit der Vertreibung der Engländer aus Frankreich den endgültigen Sieg errang. Frankreich wandelte sich unter seiner Herrschaft von einem großen Lehensverband zunehmend zum Nationalstaat.

Jugend; Machtkampf um die Thronfolge

Karl VII. war das elfte Kind und der fünfte Sohn des französischen Königs Karl VI. und dessen Gemahlin Isabeau de Bavière. Er wuchs zu einer Zeit auf, in der es in Frankreich an internen Konflikten um Einfluss am Hof des zeitweise an aeiner Geisteskrankheit leidenden und dann regierungsunfähigen Karl VI. nicht mangelte. Zunächst standen sich dabei insbesondere der jüngere Bruder des Königs, Ludwig von Orléans, sowie der Burgunderherzog Philipp der Kühne und nach dessen Tod (1404) dessen Sohn und Nachfolger Johann Ohnefurcht, gegenüber, bis Letzterer Ludwig von Orléans 1407 ermorden ließ. In der Folge kam es zur offenen Konfrontation zwischen den Bourguignons (der Partei der Herzöge von Burgund) einerseits und den Anhängern des Hauses Orléans sowie Armagnac andererseits. König Heinrich V. von England nutzte die innerfranzösischen Spannungen zur Wiederaufnahme des Versuchs, Frankreich zu erobern und errang 1415 einen bedeutenden Sieg bei Azincourt.

Max von Thun

Max von Thun (* 21. Februar 1977 in München; eigentlich Maximilian Romedio Johann-Ernst Thun-Hohenstein; adelshistorisch Graf von Thun und Hohenstein) ist ein österreichischer Schauspieler und Fernsehmoderator.

Max von Thun ist der Sohn des österreichischen Schauspielers Friedrich von Thun (* 1942) und dessen erster Ehefrau Gabriele "Yella", geborene Bleyler (* 1941 in Fürstenfeld, Steiermark). Seine Schwester Katharina ist die Filmproduzentin Gioia von Thun. Über seine Urgroßtante ist Max von Thun mit Rudolf von Österreich-Ungarn verwandt, den er 2006 in Kronprinz Rudolfs letzte Liebe gespielt hat.

Max von Thun war Jurymitglied bei Deutschland sucht den Superstar bei RTL in der Saison 2008/2009. Bereits nach dem ersten Casting stieg er nach einer Meinungsverschiedenheit mit Dieter Bohlen aus und wurde durch den Musikmanager Volker Neumüller ersetzt. Außerdem moderierte von Thun die Musiksendungen Clubmax und Kitchen TV beim Sender MTV.

Der Schauspieler ist auch Sänger und Gitarrist der Band "77". Der Bandname ist die Kurzform seines Geburtsjahres.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Josef Anton Matthias von Perlath (1756-1827)

Josef Anton Matthias von Perlath, Edler zu Kaltenburg, war Jurist, Kommunalpolitiker und Landesverteidiger.

Er kam am 20. Februar 1756 als Sohn des Arztes Joachim German Perlath und dessen Gattin Margarete Notburga geb. Kempter in Brixen, Südtirol zur Welt.

Josef Anton Matthias ließ sich nach absolviertem Jusstudium als Advokat in Klausen nieder.

Im Jahre 1783 kaufte er zu einem günstigen Preis das Anwesen "Zum kalten Keller", welches er dann als Gasthaus "Zum kalten Keller" führte.

Am 3. September 1783 wurde er von Fürstbischof Graf Josef Spaur in den Adelstand erhoben, der am 8. Juni 1805 von Kaiser Franz II. bestätigt, bzw. erneuert wurde. Hiezu wurde ihm das Beiwort "zu Kaltenburg", in Anspielung auf seinen Besitz "Kalter Keller", verliehen.

Josef Anton Matthias von Perlath, Edler zu Kaltenburg, war von 1785 bis 1825 Magistratsrat.

Am 31. Mai 1786 wurde er Bürgermeister von Klausen, ein Amt, das er bis 1. Jänner 1798 und dann wieder vom 1. Oktober 1807 bis 1812 bekleidete.

Karl III. von Lothringen (1543-1608)

Karl III. von Lothringen (auch der Große genannt) (* 18. Februar 1543 in Nancy; + 14. Mai 1608 in Nancy) war Herzog von Lothringen und Mercoeur.

Leben

Karl wurde als erster Sohn von Herzog Franz I. und dessen Ehefrau, der Prinzessin Christina von Dänemark, geboren. Am 12. Juni 1545 folgte er seinem verstorbenen Vater im Herzogsamt nach. Da er jedoch noch nicht volljährig war, übernahm seine Mutter die Regentschaft für ihn. Karls Vormund wurde bis zu seiner Volljährigkeit im Jahr 1559 sein Onkel Nicolas de Vaudémont.

Christina verfolgte - bedingt durch ihre Verwandtschaft mit den Habsburgern - eine Spanien-freundliche Politik und konnte sich damit lange Zeit gegenüber dem französischen Königshaus behaupten. Am 13. März 1552 aber ließ der französische König Heinrich II. Lothringen und die Trois-Évêchés, die Bistümer Metz, Toul und Verdun, besetzen. Anstelle Karls Mutter wurde Nicolas de Lorraine-Mercoeur zum Regenten ernannt. Karl selbst, erst 9-jährig, wurde nach Paris an den französischen Königshof gebracht.

Ludwig XV. von Frankreich (1710-1774)

Ludwig XV., französisch Louis XV (* 15. Februar 1710 in Versailles; + 10. Mai 1774 ebenda) war von 1715 bis 1774 König von Frankreich und Navarra. 1710-1715 war er Herzog von Anjou. Vom Volk wurde er "der Vielgeliebte" (frz. le Bien-Aimé) und später "der Ungeliebte" (frz. le Mal-Aimé) genannt. Unter seiner Regierung wurde der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Frankreich und Österreich beigelegt und die neue Allianz durch die Heirat Marie-Antoinettes, der Tochter Maria Theresias von Österreich, mit seinem Enkel, dem späteren Ludwig XVI., besiegelt. Bekannt ist seine Beziehung zu seiner Mätresse Marquise de Pompadour. Er stellt einen Vertreter des Ancien Régime dar.

Erste Jahre seines Lebens

Ludwig wurde am 15. Februar 1710 als dritter Sohn des Ludwig von Burgund und seiner Gemahlin Maria Adelaide von Savoyen geboren. Er war der Enkel des Dauphin Ludwig von Frankreich und der Urenkel König Ludwigs XIV., der bis 1715 lebte. Sein Großvater Ludwig verstarb bereits im Jahr 1711, sodass sein Vater Ludwig Thronfolger wurde. Im darauffolgenden Jahr erkrankten aber beide Eltern und der einzige bis dahin überlebende ältere Bruder, Ludwig von der Bretagne, an Masern und verstarben kurz nacheinander. Ludwig überlebte die Krankheit. Durch den Tod seines Vaters und seines Bruders wurde er zum Thronfolger seines Urgroßvaters.

Wappen des Rudolf IV. von Sulz (1559-1620)

Rudolf IV. von Sulz (genannt "der Schuldenmacher"; * 13. Februar 1559 in Nagold; + 5. Mai 1620 in Tiengen) war 1583-1602 Landgraf im Klettgau, Herr von Vaduz und Blumenegg sowie Reichshofrichter zu Rottweil.

Leben

Beim Tod des Vaters, Alwig von Sulz (1572) waren die Söhne noch minderjährig, so dass eine Vormundschaftsregierung mit dem Grafen Heinrich von Fürstenberg-Heiligenberg und dem Grafen von Helfenstein die Regierung bis 1583 übernahm.

Die Erbteilung

1583 teilten sich die Brüder Rudolf und Karl Ludwig die sulzischen Besitzungen. Während Rudolf den Klettgau und die Herrschaft Blumenegg erhielt, fielen Vaduz und Schellenberg an Karl Ludwig.

Sir William Lawrie Welsh (1891-1962)

Sir William Lawrie Welsh (* 10. Februar 1891; † 2. Januar 1962) war ein britischer Flugpionier des Royal Naval Air Service im Ersten Weltkrieg und Luftwaffengeneral (Air Marshal) der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg.

Leben

Er begann seine Offizierskarriere 1910 in der britischen Handelsmarine. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 wurde er Pilot beim RNAS. Welsh startete am 6. August 1915 mit einem Wasserflugzeug Sopwith Schneider vom Deck eines mit einer Geschwindigkeit von 18 Knoten fahrenden Schiffes, der HMS Campania. An das Flugzeug waren zum Zwecke des Versuchs Räder montiert worden. Welsh wiederholte den Versuch am 3. November. Dabei lief die HMS Campania mit voller Kraft. Ende desselben Jahres stellten die Briten die HMS Ark Royal, ein zum Flugzeugträger umgebautes Handelsschiff, in Dienst.

Bei einem Flug sechs Meilen nordöstlich vor Dünkirchen mit dem Sopwith Baby Wasserflugzeug Nr. 8171 wurde Welsh am 23. April 1917 abgeschossen, wobei er selbst unverletzt blieb. Nach dem Ende des Krieges kam Welsh zur neu formierten Royal Air Force und setzte dort seine Karriere fort. Von 1919 bis 1922 war er als Major in Ägypten und Palästina stationiert. 1924 bekam er das Kommando über die Fliegerstaffel der HMS Eagle.

Leopold von Bayern (1846-1930)

Leopold Maximilian Joseph Maria Arnulf Prinz von Bayern (* 9. Februar 1846 in München; + 28. September 1930 ebenda) war ein deutscher Generalfeldmarschall.

LEBEN

Familie

Leopold wurde am 9. Februar 1846 als Enkel von König Ludwig I. von Bayern und Sohn des Prinzen Luitpold von Bayern und dessen Gattin Erzherzogin Auguste Ferdinande von Österreich geboren und war damit der jüngere Bruder von König Ludwig III. von Bayern. Von 1852 bis 1863 fungierte der Artillerieoffizier Ferdinand von Malaisé als Erzieher und Hauslehrer der beiden Brüder, ab 1855 unterstützte auch Heinrich von Vallade die Ausbildung der Prinzen.

Roland Frühstück (2017)

Mag. phil. Roland Frühstück wurde am 8. Februar 1958 in Bregenz geboren. Er st ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Manager.

Frühstück ist seit 2009 Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag und übt derzeit die Funktion des ÖVP-Klubobmanns im Landtag aus.

Politische Laufbahn

Seine politische Laufbahn begann Roland Frühstück im Jahr 2000, als er im Zuge der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl in Bregenz für die ÖVP zum Stadtrat und Mitglied der Stadtvertretung gewählt wurde. Als Stadtrat hatte er bis 2005 die Referate Liegenschaften und Sport inne, nach einer Wiederwahl in diesem Jahr bis 2010 die Bauangelegenheiten sowie Forst- und Landwirtschaft.

Wappen der Vallaster

Jean Baptiste Vallastre wurde am 5. Februar 1765 in Bambiderstroff, Lothringen geboren.

Jean Baptiste ist ein Sohn des Bildhauers Jean Vallaster und dessen Gattin Marguerite geb. Pennerath (Pennerad) und ein UrUrEnkel des Jakob Vallaster und dessen Gattin Margareta geb. Hanser aus Bartholomäberg, Montafon.

Jean Baptiste Vallastre und sein Bruder Félix (1772-1802) wurden wie ihr Vater bedeutende "sculpteurs statuaires" (Bildhauer).

Am Straßburger Münster ist während der Französischen Revolution beträchtlicher Schaden entstanden: 1792 waren mehr als 235 Statuen von den revolutionären Ikonoklasten zerstört worden. 1818 wurde Jean Baptiste Vallastre zum Bildhauer der Kathedrale Notre-Dame in Straßburg ernannt. Er arbeitete zusammen mit den Bildhauern Étienne Malade und Philippe Grass (1801-1876) an dem großen Restaurierungsprojekt der Kathedrale. Es wurden vier Franken pro Stunde bezahlt, was damals eine große Summe war.

Francesco II. Sforza (1495-1535)

Francesco II. Sforza wurde am 4. Februar 1495 geboren. Er war der jüngere Sohn des Herzogs Ludovico Sforza von Mailand und der Beatrice d’Este und der letzte souveräne Herzog von Mailand in der Geschichte.

Er war unpopulär aufgrund seiner Steuererhebungen. 1533 heiratete er als schwer kranker Mann per procurationem die erst zwölfjährige Nichte des Kaisers, Christina von Dänemark. Da er jedoch bereits am 24. Oktober 1535 starb, endete mit ihm die direkte männliche Linie der Sforza. Das Herzogtum Mailand ging an den Kaiser über.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.



Franz Martin Hämmerle (1815-1878)

Franz Martin Hämmerle wurde am 22. Jänner 1815 in Dornbirn geboren. Er begründete in Dornbirn das Unternehmen F. M. Hämmerle. Der Betrieb war Mitte der 1980er Jahre Österreichs größtes Textilunternehmen.

Franz Martin Hämmerle stammte aus einfachen Verhältnissen, hatte jedoch gute Ausgangsbedingungen. Sein Großvater väterlicherseits war Lehrer, Organist, Gemeindekassier und Verleger. Hämmerles Mutter Maria Viktoria Rhomberg (1790–1824), die Tochter des Hirschenwirt und Dornbirner Ammann Franz Maria Rhomberg (1741–1812).

Da eine geplante Uhrmacherlehre nicht finanziert werden konnte, arbeitete er beim Dornbirner Weber und Bleicher Johann Baptist Salzmann. Dort gewann er auch Erfahrung in der Textilindustrie sowie in Kanzleitätigkeiten.

1836 heiratete er seine erste Gattin Katharina Rhomberg, die Tochter eines Ammann-Stellvertreters. Ihre Mitgift ermöglichte ihm den Weg in die Selbstständigkeit. Hämmerle verkaufte anfangs bunte Tücher beim Wochenmarkt in Bregenz und anderen Märkten. Das Geschäft florierte, bald beschäftigte er 20 bis 30 Handweber.

Edmund of England (1245-1296)

Edmund of England, genannt "Crouchback", 1st Earl of Lancaster & 1st Earl of Leicester, kam am 16. Januar 1245 in London zur Welt. Er war ein englischer Prinz und Magnat. Er war ein loyaler Unterstützer seines Vaters König Heinrich III. und seines Bruders König Eduard I.

Sein Beiname "Crouchback" wurde im 14. Jahrhundert von Chronisten wie Adam of Usk und John Hardyng als Hinweis auf ein schweres Rückenleiden missgedeutet. Edmund erhielt diesen Namen aber wahrscheinlich wegen seiner Beteiligung am Kreuzzug des Prinzen Eduard, während dessen er als Kreuzfahrer einen Wappenrock mit einem Kreuz auf dem Rücken trug und so Crossed Back bzw. Crouchback genannt wurde.

Edmund war zweimal verheiratet. Nach dem Tod seiner ersten Frau Aveline de Forz 1274 heiratete Edmund zwischen dem 18. Dezember 1275 und dem 18. Januar 1276 in zweiter Ehe die französische Adlige Blanche d’Artois, eine Tochter von Graf Robert I. von Artois und Witwe von König Heinrich I. von Navarra.

Edmund "Crouchback" starb am 5. Juni 1296 in Bayonne und wurde am 15. Juli 1296 in der Westminster Abbey in London beigesetzt.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Dr. Walter Bonell (1907-2005)

Dr. Walter Bonell wurde am 7. Jänner 1907 als Sohn des Josef Alois und der Anna "Hermine" Bonell in Brixen in Südtirol geboren. Er war als Arzt in Bamberg tätig.

Bonell widmete das von ihm verfasste Buch "Die Bonell-Generationen in Tirol und ihre Zeit" seinen lieben Eltern. Auszüge aus seiner Familiengeschichte sind im Sippenblatt der Bonell im Stammbaum-Netzwerk zu finden.

Der Ursprung des Geschlechternamens Bonell ist romanisch. Aus dem Beinamen bildete sich durch den Übergang vom Vater auf den Sohn der Geschlechter- oder Familienname. So kann der Familienname vom Vater "Bonus" (der Gute) auf den "Sohn Bonellus" (der jüngere, oder der kleinere oder der weniger Gute) übergegangen bzw. entstanden sein, wobei sich jedoch die alten romanischen Namen nicht an das klassische Latein, also Bonellus, sondern an die damals schon in Bildung begriffene romanische Nationalsprache anlehnten; daher scheinen schon früh die Schreibweisen Bonel und Bonell auf. Die Endung auf "us" (Bonellus) in manchen Urkunden kann eine Anpassung an den lateinischen Text bedeuten. Nicht ganz von der Hand zu weisen ist die Möglichkeit, dass der erste Bonellus in Carano von seinem Vater die als Notar in den lateinischen Urkunden benützte Endung auf "us" für sich und seine Nachkommen übernommen hat.

Wappen des Hanns Sader, Gerichtsherr in St. Lorenzen

Hanns Sader (* ca. 1560) ist der Stammvater der im Stammbaum-Netzwerk befindlichen Sader. Er war verheiratet und hatte einen Sohn namens Lucas.

Hanns Sader war Gerichtsherr auf der Michelsburg bei St. Lorenzen im Pustertal. Das Sader-Wappen erhielt er um 1600 durch den fürstbischöflichen Grafen von Spaur zu Brixen.

Wappenbeschreibung

Im silbernen Schild zwei rote Sparren, darauf je ein Steinbock, Helm schwarz-silber, Helmzier mit einem Adlerflug silber, in der Mitte ein aufrechtstehender Steinbock. Schildzier rechts blau-silber, links rot-silber.

Michelsburg in St. Lorenzen, Pustertal

Auf einem freistehenden Hügel, südlich von St. Lorenzen im Pustertal, erhebt sich die imposante um 1091 erbaute Michelsburg. Sie war nicht die älteste, wohl aber die bedeutendste Burg des westlichen Pustertales. Ursprünglich brixnerisches Lehen, ging sie in den Besitz der Grafen von Andechs über, später an die von Görz und 1500 an Tirol.

Die Richter von Michelsburg amtierten ab dem 15. Jahrhundert in St. Lorenzen. Nach der Gründung der Stadt Bruneck sollen die Görzer Grafen die Michelsburg und damit die Ortschaft St. Lorenzen sehr gefördert haben, um ein gewisses Gegengewicht zur aufstrebenden Stadt Bruneck zu erreichen.