Auer Lehrgang - Dorische Säulenordnung

Moosbrugger Andreas, der Klosterarchitekt

Andreas Moosbrugger (Bruder Kaspar) wurde am 15. Mai 1656 als Sohn des Johann(es) Moosbrugger und dessen Gattin Anna geb. Sailer in Au, Bregenzerwald geboren.

Andreas Moosbrugger absolvierte die Lehre als Steinmetz und war ab dem Jahre 1674 in Einsiedeln in der Schweiz als Steinmetz tätig. Am 7. Juni 1681 trat er als Bruder Kaspar in den Benediktiner Orden des Klosters Einsiedeln ein (Profess am 21. November 1682), wo er sich zum Architekten und zu einem der bedeutendsten Barockbaumeister entwickelte.

Der Einsiedler Klosterarchitekt Bruder Kaspar (1656-1723) schuf große Klosterbauten, Kirchen und Kapellen. Die Pläne und die Mitarbeit beim Bau der Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz in Lachen in der Schweiz (1708-1711) werden dem Bruder Kaspar Moosbrugger zugeschrieben. Er zeichnete die Pläne für die barocke Kirche von Muri (1695-1698), des Frauenklosters St. Lazarus in Seedorf (1695), und um 1700 für die Klosteranlage und das Kloster Einsiedeln, für die Benediktinerabtei Disentis, sowie für Kloster und Kirche der Zisterzienserinnenabtei Kalchrain bei Hüttwilen.

Durch sein Studium und rege Zeichentätigkeit verfasste er die "Auer Lehrgänge", welche die Grundlage für die Weiterbildung der Bauhandwerker in Au, Bregenzerwald so wichtig wurden.

Bruder Kaspar Moosbrugger verstarb am 26. August 1723 im Alter von 67 Jahren in Einsiedeln.

Kloster Einsiedeln
Kloster Einsiedeln