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Pater Odo OSB (1896-1964)

Karl Alexander Herzog von Württemberg (Pater Odo OSB) wurde am 12. März 1896 in Stuttgart geboren. Er war ein Mitglied des Hauses Württemberg und ein Benediktinermönch.

Im Ersten Weltkrieg kämpfte er an Westfront sowie in Italien. Nach der Novemberrevolution 1918 schied er als Hauptmann aus dem aktiven Militärdienst aus.

Wenige Monate danach trat er als Chorpostulant in die Erzabtei St. Martin, Beuron ein und wurde 1920 als "Frater Odo" in das Noviziat aufgenommen. Im Februar 1921 legte er die Profess ab und wurde 1926 zum Priester geweiht. Im Sommer 1930 wurde Pater Odo in die nicht weit vom Schloss Altshausen entfernte Abtei St. Martin, Weingarten entsandt, wo er nicht nur mehrere Ämter im Kloster innehatte, sondern sich auch als Jugendmissionar sehr stark in der katholischen Jugendarbeit engagierte. Dadurch, aber auch durch den klerikal-konservativen Katholizismus seiner Familie geprägt, geriet er von Anfang an in die Opposition zum Nationalsozialismus und wurde bereits 1933 mehrfach von der Geheimen Staatspolizei verhört.

Zunächst verließ er Württemberg und trat 1934 in die nicht lange zuvor gegründete badische Abtei vom heiligen Bartholomäus, Neuburg ein, welche sich jedoch in einer Krise befand. Die nationalsozialistische Regierung bürgerte Pater Odo 1936 aus dem Deutschen Reich aus. Er fand in Klöstern in der Schweiz und in Italien Zuflucht. In der Schweiz gründete er die Internationale Katholische Flüchtlingshilfe und unternahm Reisen in ganz Europa.

Als die schweizerische Regierung 1940 erklärte, dass sie für die Sicherheit des Benediktinerpaters nicht mehr garantieren könne, entschloss er sich zur Emigration in die Vereinigten Staaten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gründete Pater Odo die "Central European Rehabilitation Association, Inc." (CERA) mit dem Ziel, Lebensmittel, Kleider, Medikamente und andere benötigte Artikel in das vom Krieg zerstörte Zentraleuropa zu senden. Nach der Auflösung der CERA, die ihren Zweck erfüllt hatte, kehrte der Pater 1949 nach Deutschland zurück und trat wiederum in die Abtei vom heiligen Bartholomäus, Neuburg ein.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".