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Kaiser Maximilian I. (1459-1519)

Erzherzog Maximilian von Österreich kam am 22. März 1459 auf der Burg in Wiener Neustadt zur Welt.

Er stammt aus dem Geschlecht der Habsburger und ist ein Sohn von Kaiser Friedrich III. und dessen Ehefrau Eleonore von Portugal. Maximilian trug den Beinamen "der letzte Ritter".

Maximilian war aufgrund Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zum 12. Januar 1519 römisch-deutscher Kaiser.

Kaiser Maximilian I. (HRR) starb am 12. Januar 1519 auf der beschwerlichen Reise von Innsbruck zum Landtag nach Linz in der Burg von Wels. Wie andere Könige und Kaiser des Mittelalters inszenierte Maximilian seinen Tod. Nachdem er bereits seit vier Jahren stets seinen Sarg mitgeführt hatte, präsentierte er sich nun als außergewöhnlich demütiger und mit Schuld beladenener Sünder und Büßer. Nachdem er die Sterbesakramente ("letzte Ölung") empfangen hatte, übergab er das kaiserliche Siegel und verbot, ihn mit seinen Titeln anzureden. Er ordnete an, nach seinem Tod nicht einbalsamiert zu werden, sondern verfügte stattdessen, dass sein Leichnam gegeißelt werde und dass seine Haare geschoren und die Zähne ausgebrochen werden. Leichenhemd und Beinkleid ließ er sich (angeblich aus Scham) kurz vor dem Tod bringen, zog sich selbst noch an und verfügte, dass er so in den Sarg gelegt werden solle.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".