Wolf Dietrich von Raitenau (1559-1617)

Wolf Dietrich von Raitenau kam am 26. März 1559 in Schloss Hofen (Lochau am Bodensee) zur Welt.

Im Mai 1587 wurde er als Kompromisskandidat zum Erzbischof gewählt. Schon nach kurzer Zeit führte er Reformen in der Liturgie und Verwaltung durch. Anfänglich verfolgte er eine strikte gegenreformatorische Linie und verwies im Jahr 1589 alle Protestanten der Stadt Salzburg. Er rief die Kapuziner und die Augustiner-Eremiten ins Land, um die Gegenreformation weiterzuführen. Wolf Dietrich fand jedoch bald zu einer Politik der Toleranz, die ihn aber der Kurie entfremdete. Der hochgebildete Erzbischof besaß einen scharfen Verstand, war aber oft unberechenbar und jähzornig.

Für seine Lebensgefährtin Salome Alt, mit der er 15 Kinder hatte, ließ er das Schloss Altenau bauen, das von seinem Nachfolger in Mirabell umbenannt wurde.

Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau verstarb am 16. Jänner 1617 auf der Festung Hohensalzburg.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".