Wappen des Hanns Sader, Gerichtsherr in St. Lorenzen

Hanns Sader, Gerichtsherr in St. Lorenzen, Südtirol

Hanns Sader (* ca. 1560) ist der Stammvater der im Stammbaum-Netzwerk befindlichen Sader. Er war verheiratet und hatte einen Sohn namens Lucas.

Hanns Sader war Gerichtsherr auf der Michelsburg bei St. Lorenzen im Pustertal. Das Sader-Wappen erhielt er um 1600 durch den fürstbischöflichen Grafen von Spaur zu Brixen.

Wappenbeschreibung

Im silbernen Schild zwei rote Sparren, darauf je ein Steinbock, Helm schwarz-silber, Helmzier mit einem Adlerflug silber, in der Mitte ein aufrechtstehender Steinbock. Schildzier rechts blau-silber, links rot-silber.

 

Michelsburg in St. Lorenzen
Michelsburg in St. Lorenzen

Auf einem freistehenden Hügel, südlich von St. Lorenzen im Pustertal, erhebt sich die imposante um 1091 erbaute Michelsburg. Sie war nicht die älteste, wohl aber die bedeutendste Burg des westlichen Pustertales. Ursprünglich brixnerisches Lehen, ging sie in den Besitz der Grafen von Andechs über, später an die von Görz und 1500 an Tirol.

Die Richter von Michelsburg amtierten ab dem 15. Jahrhundert in St. Lorenzen. Nach der Gründung der Stadt Bruneck sollen die Görzer Grafen die Michelsburg und damit die Ortschaft St. Lorenzen sehr gefördert haben, um ein gewisses Gegengewicht zur aufstrebenden Stadt Bruneck zu erreichen.

1678 erhielten die Künigl von Ehrenburg als Pfandinhaber Schloss und Gericht. Im Jahre 1874 haben sie die Burg als Besitzer übernommen. Die Burg blieb in der Folge, mit einer kurzen Unterbrechung, bis 1955 in ihrem Besitz.

Die Burg ist heute im Privatbesitz. Das Landgericht Michelsburg wurde 1827 endgültig mit dem Gericht Bruneck vereint.

Nachkommen und Verwandtschaft des Gerichtsherrn Hanns Sader

Josef Sader (1777-1821) ist der 4x UrEnkel des Gerichtsherrn Hanns Sader. Aus seiner Ehe mit Anna Sigmund stammen sieben Kinder. Josef Sader lebte mit seiner Familie am "Frötscher Hof" in (Ober-)Mallaun bei Brixen. Im Jahre 1814 tauschte er den "Frötscher Hof" gegen den "Meßnerhof" in Milland ein. Der Meßnerhof mit der Hausnummer 24 befand sich direkt neben der Kirche. Als "Meßnerbauer" war Josef Sader auch als Mesner für die Kirche von Milland tätig. Sein anno 1818 in Milland (Südtirol) geborene Sohn Johann Baptist Sader wurde Lehrer. Er ehelichte Maria Leider, mit der er die Tochter Johanna hatte. Johanna Sader heiratete in Sterzing den Schneidermeister Alois Mayr (1859-1893).

Zur Verwandtschaft gehören auch die Familien Auer, Goller, Leider, Leitner, Hippold, Sigmund, Stockner, Rogen, Ragginer und Vonklausner.