Schriftstellerin Natalia Beer (1903-1987)

Natalia Beer (1903-1987), Schriftstellerin aus Au, Rehmen

Natalia Emilia Beer wurde am 17. Juni 1903 als Tochter des Josef Anton und der Maria "Eugenia" Beer im Haus Rehmen 30 in Au, Bregenzerwald geboren.

Sie ist mit dem aus Schoppernau stammenden Bauer, Schriftsteller und Sozialreformer Franz Michael Felder (1839-1869) mehrfach blutsverwandt:

  • Cousine 3. Grades, 2 Generationen versetzt (gemeinsamer Vorfahre: Johann Schnell (1700-1750)
  • Cousine 4. Grades, 2 Generationen versetzt (gemeinsamer Vorfahre: Jacob Moosbrugger (ca. 1665)
  • Cousine 5. Grades, 2 Generationen versetzt (gemeinsamer Vorfahre: Johannes Moosbrugger (1615)

Nach dem Besuch der Volksschule in Au, Rehmen und der Handelsschule in Bregenz erhielt Natalia Emilia Beer Privatunterricht in Innsbruck und besuchte dort als außerordentliche Hörerin der Universität zahlreiche Vorlesungen des Historikers und Volkskundlers Dr. Adolf Helbock.

Zahlreiche Werke in hochdeutscher Sprache und auch in Mundart - Lyrik wie Prosa - machten Beer als Dichterin und Schriftstellerin im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Sie schrieb auch unter den Pseudonymen Ursula Berngath oder Fred Lugenau.

Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie mehrere Auszeichnungen:

1973 Boga-Tinti-Preis des Presseclubs Concordia
1975 Silbernes Ehrenzeichen Vorarlbergs
1978 Ehrenring der Marktgemeinde Rankweil
1978 Ehrenring der Gemeinde Au
1985 Franz-Michael-Felder-Medaille

Natalie Beer lebte über mehrere Jahrzehnte bis zu ihrem Tod in Rankweil. Sie verstarb am 31. Oktober 1987 im Alter von 84 Jahren.

Die Werke der Schriftstellerin Natalie Beer:

  • Bergfahrt, Gedichte, 1932
  • Frühlicht, Gedichte, 1936
  • Kleine Kindheit, 1941
  • Schicksal auf Vögin, Roman, 1942
  • Der Urahn, Roman, 1943
  • Eines Menschen Schuld, Schauspiel, 1947
  • Traum des Weibes, Gedichte, 1947
  • Die Hirtin von Tilisuna, Erzählungen, 1951
  • Die eherne Waage. Gedichte aus fünfzehn Jahren, 1951
  • Immer die weiße Wolke. Eine Hirtenlegende, 1954
  • Wanderer durch das eigene Herz, Roman, 1954 (Neuauflage 1959 unter dem Titel ... und führt ihn einen andern Weg, Neuauflage 1974 unter dem Titel Das unruhige Herz)
  • An die Großen der Welt, Gedichte, 1955
  • Prophet und Sibylle, Roman, 1956 (2. Aufl. unter dem Titel Wenn die Sterne dunkeln)
  • Weil ich Dich liebe. Eine Totengabe, Gedichte, 1958
  • Ich suche den Menschen, Roman, 1960
  • Im Vorübergehn, Gedichte, 1961
  • Jubel der Steine, Roman, 1964
  • Jubel der Steine, Spiel, 1965
  • Und fanden das Kind in der Krippe, 1968
  • Mathis der Maler. Ein Matthias Grünewald-Roman, 1970
  • Ins Antlitz der Zeit, Gedichte, 1971
  • Kleine Reise ohne Nepomuk. Eine Südlandsfahrt, 1971
  • Sand im Stundenglas, Roman, 1974
  • Das Lächeln der Madonna Hodigitria. Der Mann mit der Nelke, Erzählungen, 1975
  • Die singenden Hügel, Gedichte, 1976
  • Im Leben zu Gast sein, Gedichte, 1977
  • 's Lisabethle goht of d' Reis, Erzählung in Vorarlberger Mundart, 1977
  • Der kleine Esel Trabbelbei, 1977
  • Als noch die Sonne schien. Roman meiner Jugend, 1978
  • Das Dorf im Herbst, Gedichte, 1979
  • Im Garten blüht der Lavendel, Roman, 1980
  • In den Tag gesprochen, Gedichte, 1980
  • Gesang der Landschaft, Gedichte, 1982
  • Der brennende Rosenbusch. Lebenserinnerungen, 1983
  • Walthers Weihnachtslied, handgeschriebene Gestaltung mit Illustrationen von Konrad Honold, 1983
  • Funde am Lebensweg. Erzählungen, Skizzen, Gedichte, 1983
  • Des Lebens Wahn und Wagnis, Gedichte, 1985