Franz Michael Felder (1839-1869) Schriftsteller

Franz Michael Felder (1839-1869), Schriftsteller, Sozialreformer und Bauer

Franz Michael Felder kam am 13. Mai 1839 in Schoppernau, Vorarlberg zur Welt. Er war ein österreichischer Schriftsteller, Sozialreformer und Bauer.

Franz Michael Felder wuchs in einfachsten bergbäuerlichen Verhältnissen auf, musste mehrere Schicksalsschläge hinnehmen (u. a. Verlust eines Auges aufgrund eines ärztlichen Kunstfehlers) und hinterließ dabei in Anbetracht seines kurzen Lebens ein reichhaltiges Werk. Mit seinen nach dem Vorbild von Jeremias Gotthelf geschriebenen sozialkritischen Romanen und Erzählungen widmete er sich der Dorfgeschichte, repräsentiert aber auch den Poetischen Realismus. Der (ultramontane) Klerus feindete ihn stark an.
 
Mit seinem Schwager Kaspar Moosbrugger (1830-1917) gründete er 1866 die „Vorarlbergische Partei der Gleichberechtigung“ (nicht der Geschlechter, sondern der sozialen Klassen). Als Bauer war er unermüdlich tätig für verbesserte Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft und gründete einen Käsehandlungsverein, um das Handelsmonopol der berüchtigten Käsgrafen zu brechen, und eine Viehversicherungswirtschaft.
 
Am 4. Februar 1861 heiratete Felder seine langjährige Bekanntschaft Anna Katherina Moosbrugger, genannt Nanni. 7 Jahre später im Jahre 1868 starb seine Frau überraschend nach einer kurzen Krankheit und hinterließ ihm die 5 gemeinsamen Kinder Jakob, Kaspar, Hermann, Martin und Katherina. 7 Monate später starb schließlich auch Franz Michael Felder im Alter von 29 Jahren in seinem Geburtshaus in Schoppernau an Lungentuberkulose. Nachlass, Splitternachlässe und Sammlungen Franz Michael Felders werden im Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek aufbewahrt.
 
Werke
 
  • Nümmamüllers und das Schwarzokaspale. Lindau: Stettner 1863
  • Sonderlinge. Leipzig: Hirzel 1867
  • Reich und Arm. Leipzig: Hirzel 1868
  • Aus meinem Leben, 1869 (veröff. 1904)
 
Quelle: Wikipedia