Gallus Moosbrugger (1810-1886) Käsehändler
Gallus Moosbrugger, Adlerwirt und Käsehändler
 
Gallus Moosbrugger wurde am 24. November 1810 als Sohn des Jakob und der Maria Franziska Moosbrugger im Haus Nr. 40 in Schnepfau, Bregenzerwald geboren. Er war zweimal verheiratet und hatte acht Kinder. Gallus war ein einflussreicher Bregenzerwälder Käsehändler („Käsegraf“) und „Modernisierer“ aus der berühmten Vorarlberger Familie Moosbrugger. Er gilt neben Pfarrer Johann Georg Rüscher als Gegenspieler des Schriftstellers Franz Michael Felder.
 
Handelstätigkeit der Gebrüder Moosbrugger
 
Gallus, genannt ,Jöckles Galle‘, nahm neben seinen Brüdern Josef Ambros (1806-1869) und Leopold (1804-1861) eine führende Position im Unternehmen der Gebrüder Moosbrugger ein. Durch geschickte strategische Organisation erreichte Moosbrugger nahezu ein Export/Import-Monopol. Er belieferte mit einem Fuhrpark von sechzig Pferden entfernteste Teile der Monarchie, wie Ungarn, die Lombardei oder Venetien mit Käse. Auf dem Heimweg brachten die Fuhrleute Lebensmittel, Werkzeuge und Textilien mit, die in Vorarlberg nicht selbst produziert wurden.
 
Stammhaus und Stadtpalais
Gasthaus Adler in Schnepfau um 1900
Gasthaus Adler in Schnepfau um 1900
Vom Stammhaus, dem Gasthof „Adler“ in Schnepfau ausgehend, wurde das Handelsgeschäft in Richtung Vorarlberger Oberland mit großen Besitztümern in Thüringen und Patronat über die Pfarren Bludesch, Thüringen, Ludesch, Thüringerberg, Raggal, Sonntag, Buchboden und schließlich nach Mailand ausgeweitet, wo Josef Ambros Moosbrugger ein Stadtpalais besaß. Auch dort war Moosbrugger in das gesellschaftliche und kulturelle Leben integriert. So hatte er beispielsweise eine Loge in der Scala (Giuseppe Verdi, Nabucco, 1842) abonniert.
 
Quellen: Wikipedia, Kirchenbücher
 
Umfassende Informationen über die Familie Moosbrugger aus Schnepfau und deren Verwandtschaft befinden sich im Stammbaum-Netzwerk.