Adel

Prinzessin Stephanie von Belgien (1864-1945)

Stephanie Clotilde von ÖSTERREICH-UNGARN geb. von BelgienAlter: 81 Jahre18641945

Name
Stephanie Clotilde von ÖSTERREICH-UNGARN geb. von Belgien
Offizieller Name
Prinzessin Stephanie Clotilde Luise Hermine Marie Charlotte von Belgien
Geburt 21. Mai 1864
Schloss Laken, Brüssel, Brüssel-Hauptstadt, Königreich Belgien
Breitengrad: 50.886389 Längengrad: 4.359722

HeiratRudolf von ÖSTERREICH-UNGARNDiese Familie ansehen
ja

Kriege
FRANZÖSISCHE INTERVENTION IN MEXIKO
zwischen 8. Dezember 1861 und 21. Juni 1867

Notiz: Die französische Intervention in Mexiko war eine Einmischung Frankreichs in die inneren Angelegenheiten Mexikos mit dem Ziel, den Konservativen in Mexiko nach dem bereits verlorenen Bürgerkrieg nachträglich zur Macht zu verhelfen und eine von Frankreich abhängige Monarchie zu installieren. Die Truppenstärke der Republik Mexiko betrug 80.000 Mann, wovon 12.000 getötet oder verwundet wurden. Die Truppenstärke der Angreifer setzte sich aus 38.493 Franzosen, ca. 15.000 Mexikaner, ca. 6.800 österr. Freiwillige, ca. 2.000 belgische Freiwillige und ca. 450 sudanesische Söldner zusammen. Hintergründe: Nach dem Ende des großen Bürgerkrieges zwischen Liberalen und Konservativen war Mexiko 1861 wirtschaftlich am Ende. So kam es, dass das Parlament am 17. Juli beschloss, die Rückzahlung der Auslandsschulden ab sofort einzustellen. Dies rief die europäischen Großmächte auf den Plan, die dieser Beschluss vor allem betraf. Am 31. Oktober unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und Spanien den Londoner Vertrag. Dieser legte fest, dass die unterzeichnenden Nationen gemeinsam von Mexiko die ausstehenden Schulden mit allen notwendigen Mitteln eintreiben würden. Bereits am 8. Dezember traf eine spanische Flotte aus Kuba in Veracruz ein, Mexikos größtem Hafen am Golf, und landete Expeditionstruppen. Quelle: Wikipedia
Kriege
DEUTSCHER KRIEG
1866 (Alter 19 Monate)

Notiz: Der Deutsche Krieg von 1866 - ursprünglich als Preußisch-Deutscher Krieg bezeichnet - war die kriegerische Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Bund unter der Führung von dessen Präsidialmacht Österreich einerseits und dem Königreich Preußen sowie dessen Verbündeten andererseits. Nach dem vorangegangenen Deutsch-Dänischen und dem noch folgenden Deutsch-Französischen Krieg war dieser Konflikt der zweite der so genannten Deutschen Einigungskriege. Der Sieg Preußens und seiner Verbündeten hatte die Auflösung des Deutschen Bundes zur Folge, den Preußen schon im Vorfeld wegen des angeblichen Bruchs der Bundesverfassung durch Österreich offiziell als erloschen betrachtet hatte. An seine Stelle trat der Norddeutsche Bund unter preußischer Führung, die Vorstufe des 1871 gegründeten Deutschen Reichs. Dieser kleindeutsche Nationalstaat schloss bis auf Österreich, Liechtenstein und Luxemburg alle ehemaligen Mitglieder des Deutschen Bundes ein. Quelle: Wikipedia
Kriege
DEUTSCH-FRANZÖSISCHER KRIEG
zwischen 19. Juli 1870 und 28. Mai 1871 (Alter 6 Jahre)

Notiz: Der Deutsch-Französische Krieg von 1870 bis 1871 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Frankreich einerseits und dem Norddeutschen Bund unter der Führung Preußens sowie den mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt andererseits. Auslöser war der Streit zwischen Frankreich und Preußen um die Frage der spanischen Thronkandidatur eines Hohenzollernprinzen. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck ließ die Emser Depesche, mit der er darüber informiert worden war, dass König Wilhelm I. französische Forderungen abgelehnt hatte, in provokant verkürzter Form veröffentlichen. Dies erregte auf beiden Seiten nationalistische Empörung und veranlasste den französischen Kaiser Napoléon III. am 19. Juli 1870 zur Kriegserklärung an Preußen. Entgegen Napoléons Erwartung traten die vier süddeutschen Staaten in Erfüllung ihrer so genannten Schutz- und Trutzbündnisse mit dem Norddeutschen Bund auf dessen Seite in den Krieg ein. Währenddessen blieb das übrige Europa neutral, da es Frankreichs Angriff als unbegründet ansah. Innerhalb weniger Wochen des Spätsommers 1870 wurden die französischen Armeen besiegt und Napoléon III. gefangen genommen. Die 'Dritte Republik', die sich daraufhin in Frankreich bildete, führte den Krieg fort und fand sich erst im Februar 1871, nach dem Fall von Paris, zum Vorfrieden von Versailles bereit. Offiziell endete der Krieg am 10. Mai 1871 mit dem Frieden von Frankfurt, der hohe Reparationen sowie die Abtretung Elsass-Lothringens durch Frankreich vorsah. Nach dem Deutsch-Dänischen und dem Deutschen Krieg von 1864 und 1866 gilt der Konflikt mit Frankreich als dritter und letzter der Deutschen Einigungskriege. Noch während seines Verlaufs traten Baden, Bayern, Württemberg und Hessen-Darmstadt dem Norddeutschen Bund bei, der sich mit Wirkung vom 1. Januar 1871 Deutsches Reich nannte. Der preußische König Wilhelm I. nahm den Titel 'Deutscher Kaiser' an, Otto von Bismarck wurde erster Reichskanzler. In Frankreich hatte der Krieg nicht nur die endgültige Abschaffung der Monarchie zur Folge. Vor allem der Verlust Elsaß-Lothringens erzeugte einen dauerhaften, gegen Deutschland gerichteten Revanchismus. In Deutschland wiederum verfestigte sich die Vorstellung von der so genannten Erbfeindschaft gegenüber Frankreich. Beides belastete die deutsch-französischen Beziehungen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Der Krieg wird in Frankreich und im englischen Sprachraum auch - nach der dortigen Gewohnheit, den Angreifer zuerst, den Angegriffenen als zweiten zu nennen - Französisch-Deutscher Krieg (Guerre Franco-Allemande bzw. Franco-Prussian War) genannt. Quelle: Wikipedia
Historisches Ereignis
GROSSER BRAND VON CHICAGO
zwischen 8. Oktober 1871 und 10. Oktober 1871 (Alter 7 Jahre)

Notiz: Der Große Brand von Chicago war ein vernichtendes Großfeuer in Chicago, Illinois, das vom 8. bis 10. Oktober 1871 wütete und große Teile der Innenstadt vernichtete. Viele der zerstörten Gebäude waren einzigartige architektonische Besonderheiten. Darunter zählte das Verlagsgebäude der Zeitung Chicago Tribune an der Dearborn und Madison Street. Zu dieser Zeit war es bereits eines der modernsten Druckereien der Welt, die erst 2 Jahre zuvor für 225.000$ fertiggestellt wurde. Mit seinem Inventar, zwei Achtzylinder-Offsetpressen und mehreren Faltmaschinen, addiert sich der Verlust somit auf 325.000$. Das Crosby Opera House an der State und Washington Street sollte sogar am Montag nach einer aufwendigen, 80.000$ teuren Renovierungsphase wiedereröffnet werden. Ähnlich erging es dem benachbarten McVicker's Theatre. Auch hier wurde eine aufwendige Renovierung erst Wochen zuvor beendet. Gebäude, die das Feuer überstanden, bzw. wieder errichtet wurden, sind der Wasserturm und die Einigkeitskirche. Diese wurde 1869 erbaut, erlitt aber schwere Schäden. Sie ist heute Teil eines 40-stöckigen Komplexes mit Eigentumswohnungen. Viele Wasserfahrzeuge konnten während des Feuers in Sicherheit geschleppt werden. Jedoch wurden Schiffe im Wert von 173.000$ vernichtet. Einige andere Schiffe waren zwar ebenfalls im Zentrum des Brandes, sind aber nur im Fluss gesunken und konnten später geborgen werden. Schließlich wurde festgestellt, dass das Feuer ein Gebiet von sechs Kilometern Länge und durchschnittlich einem Kilometer Breite - mehr als acht Quadratkilometer - zerstört hatte. Dieses Gebiet schloss 120 km Straßen, 190 km Gehwege, 2.000 Laternenmasten, 17.000 Gebäude und 200 Millionen Dollar an Besitz mit ein - ein Drittel des Stadtwerts. Nach dem Feuer wurden 125 Leichen geborgen, Schätzungen kamen letztendlich auf 200 bis 300 Tote, was für diese Ausmaße wenig war - schließlich verloren von rund 300.000 Einwohnern 100.000 ihr Zuhause. Dem Feuer wird nachgesagt, dass es die Ausmaße des Moskauer Stadtbrandes während der Belagerung der Stadt 1812 durch Napoléon Bonaparte übertraf. Quelle: Wikipedia
Geburt einer Tochter
#1
Elisabeth Marie von ÖSTERREICH
2. September 1883 (Alter 19 Jahre)
Tod eines EhemannsRudolf von ÖSTERREICH-UNGARN
30. Januar 1889 (Alter 24 Jahre)
Ursache: Suizid
Historisches Ereignis
ENTDECKUNG DER RÖNTGENSTRAHLEN
8. November 1895 (Alter 31 Jahre)

Notiz: Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Hierfür erhielt er 1901 als erster einen Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte u. a. die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Quelle: Wikipedia
Kriege
BOXERAUFSTAND IN CHINA
zwischen 2. November 1899 und 7. September 1901 (Alter 35 Jahre)

Notiz: Unter dem Boxeraufstand versteht man eine chinesische Bewegung gegen den europäischen, nordamerikanischen und japanischen Imperialismus. Die Bezeichnung Boxer ist die Verallgemeinerung des Namens im Englischen und bezieht sich auf eine der ersten Boxergruppen, die sich selbst 'in Rechtschaffenheit vereinigte Faustkämpfer' (Yìhéquán) nannte. In China hat sich die später von allen Boxergruppen angenommene Umbenennung in Yihetuan durchgesetzt. Im Frühjahr und Sommer 1900 führten die Attacken der Boxerbewegung gegen Ausländer und chinesische Christen einen Krieg zwischen China und den Vereinigten acht Staaten (bestehend aus dem Deutschen Reich, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Österreich-Ungarn, Russland und den USA) herbei, der mit dem Abschluss des sogenannten 'Boxerprotokolls' im September 1901 endete. Da die Bezeichnung 'Boxeraufstand' einseitig die imperialistische Perspektive widerspiegelt (die chinesische Regierung wurde von den Boxern ausdrücklich unterstützt), spricht man neuerdings häufig vom 'Boxerkrieg' oder verwendet die chinesische Bezeichnung. Quelle: Wikipedia
Kriege
SCHLACHT UM VERDUN
zwischen 21. Februar 1916 und 20. Dezember 1916 (Alter 51 Jahre)

Notiz: Die Schlacht um Verdun war eine der bedeutendsten Schlachten des Ersten Weltkrieges an der Westfront zwischen Deutschland und Frankreich. Sie begann am 21. Februar 1916 mit einem Angriff deutscher Truppen auf die französische Festung Verdun und endete am 20. Dezember 1916 ohne wesentliche Verschiebung des Frontverlaufs. Die Schlacht markiert den Beginn der großen Materialschlachten des Ersten Weltkrieges - niemals zuvor war die Industrialisierung des Krieges so deutlich geworden. Dabei sorgte das französische System der Noria - auch 'Paternoster' genannt - für einen regelmäßigen Austausch der Truppen nach einem Rotationsprinzip. Dies trug maßgeblich zum Abwehrerfolg bei und war ein wesentlicher Faktor in der Etablierung Verduns als symbolischer Erinnerungsort für ganz Frankreich. Die deutsche Führung nahm hingegen an, die französische Seite sei zur Ablösung der Truppen wegen übergroßer Verluste gezwungen. Falkenhayn beschrieb dies als vermeintliches 'Weißbluten des Gegners'. In der deutschen Erinnerungskultur wurde Verdun zu einem Begriff, der mit einem Gefühl der Bitterkeit und dem Eindruck verheizt worden zu sein verbunden war. Obwohl die im Juli 1916 begonnene Schlacht an der Somme mit deutlich höheren Verlusten verbunden war, wurden die monatelangen brutalen Kämpfe vor Verdun zum deutsch-französischen Symbol für die tragische Ergebnislosigkeit des Stellungskriegs. Verdun gilt heute als Mahnmal gegen kriegerische Handlungen und dient der gemeinsamen Erinnerung und vor der Welt als Zeichen der geglückten deutsch-französischen Aussöhnung. -- Wikipedia: Schlacht um Verdun
Kriege
SCHLACHT VON VITTORIO VENETO
zwischen 24. Oktober 1918 und 4. November 1918 (Alter 54 Jahre)

Notiz: Die Schlacht von Vittorio Veneto (oder 'Dritte Piaveschlacht') wurde vom 24. Oktober 1918 bis zum 3. bzw. 4. November 1918 in Nordostitalien ausgetragen. Sie führte zum Waffenstillstand von Villa Giusti bei Padua und zur Niederlage Österreich-Ungarns im Krieg gegen Italien (Erster Weltkrieg). Quelle: Wikipedia
Historisches Ereignis
AUSRUFUNG DER WEIMARER REPUBLIK
9. November 1918 (Alter 54 Jahre)

Notiz: Als Weimarer Republik (Deutsches Reich) wird der Abschnitt der deutschen Geschichte von 1918 bis 1933 bezeichnet, in dem erstmals eine parlamentarische Demokratie in Deutschland bestand. Diese Epoche begann mit der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 und endete mit der NS-Machtergreifung infolge der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933. Die Weimarer Republik entstand im Zuge der Novemberrevolution. Diese Bezeichnung der ersten auf nationalstaatlicher Ebene verwirklichten deutschen Republik ist auf den ersten Tagungsort der Verfassunggebenden Nationalversammlung, die Stadt Weimar, zurückzuführen. Der Staatsname Deutsches Reich wurde beibehalten. Nachdem zunächst der Rat der Volksbeauftragten die Regierungsgewalt ausgeübt hatte, wurde auf Beschluss des Reichsrätekongresses am 19. Januar 1919 die Wahl zur Deutschen Nationalversammlung abgehalten. Am 11. Februar wählte die Nationalversammlung Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten, der am 13. Februar das Kabinett Scheidemann ernannte. Die Weimarer Reichsverfassung trat am 14. August 1919 in Kraft. Sie konstituierte das Deutsche Reich als föderative Republik. Staatsoberhaupt war der für eine Amtszeit von sieben Jahren direkt vom Volk gewählte Reichspräsident, der als Teil der Exekutive über weitreichende Befugnisse verfügte. Die Regierung führte der vom Reichspräsidenten zu ernennende und zu entlassende Reichskanzler, der dem Deutschen Reichstag gegenüber verantwortlich war. Als Volksvertretung mit umfassenden Gesetzgebungs-, Budget- und Kontrollrechten wurde der Reichstag für eine Legislaturperiode von vier Jahren nach dem Verhältniswahlrecht gewählt. Die Länder vertrat der Reichsrat. Die Parlamente auf Landesebene nannten sich Landtage, im Januar 1919 bildete sich der erste im Freistaat Mecklenburg-Strelitz. Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich nach der Gründungsphase in drei Abschnitte gliedern. In den Krisenjahren von 1919 bis 1923 hatte die Republik mit den unmittelbaren Kriegsfolgen, einer Hyperinflation sowie zahlreichen Umsturzversuchen und politischen Morden zu kämpfen. In den Jahren von 1924 bis 1929 erlebte sie eine Zeit relativer Stabilität, wirtschaftlicher Erholung sowie außenpolitischer Anerkennung und Wertschätzung. Die Weltwirtschaftskrise ab Ende 1929, die Präsidialkabinette nach dem Bruch der Großen Koalition am 27. März 1930 und der Aufstieg der Nationalsozialisten mündeten schließlich in ihren Untergang.. Quelle: Wikipedia
Kriege
ERSTER WELTKRIEG
zwischen 28. Juli 1914 und 11. November 1918 (Alter 50 Jahre)

Notiz: Der Erste Weltkrieg war ein Krieg, der von 1914 bis 1918 in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Ostasien geführt wurde und über neun Millionen Menschenleben forderte. Der Erste Weltkrieg wurde zunächst zwischen den Mittelmächten, dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn, auf der einen Seite und den Entente-Mächten, Frankreich, Großbritannien und Russland sowie Serbien, auf der anderen Seite ausgetragen. Wider Willen kam Belgien als Opfer hinzu, in das die Deutschen ungeachtet der belgischen Neutralität nach dem Konzept des Schlieffenplans einmarschierten. Im Verlauf des Krieges wurden die Mittelmächte durch das Osmanische Reich und Bulgarien verstärkt, während auf alliierter Seite unter anderen die Staaten Japan, Italien, Portugal, Rumänien und die USA in den Krieg eintraten. Im Ersten Weltkrieg entluden sich die machtpolitischen Gegensätze der europäischen Großmächte, die zu einer enormen Aufrüstung geführt hatten. Zum Ende des Krieges befanden sich 25 Staaten und deren Kolonien, in denen insgesamt 1,35 Milliarden Menschen lebten, also etwa drei Viertel der damaligen Erdbevölkerung, im Kriegszustand. Aufgrund der Verwerfungen, die der Erste Weltkrieg weltweit auslöste, und der Folgen, die noch heute spürbar sind, gilt er bei vielen Historikern als die 'Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts'. Quelle: Wikipedia
Herrscher
ENDE DER HABSBURGER-DYNASTIE
11. November 1918 (Alter 54 Jahre)

Notiz: Am 11. November 1918 dankt Karl I., Kaiser von Österreich, ab und beendet damit die über 600 Jahre währende Herrschaft der Habsburger-Dynastie. Unter dem inoffiziellen Begriff Habsburgermonarchie - auch Habsburger, Habsburgische oder österreichische Monarchie, Donaumonarchie oder Habsburgerreich - fasst die Geschichtswissenschaft die europäischen Herrschaftsgebiete zusammen, die das Haus Habsburg (seit 1736 Habsburg-Lothringen) vom ausgehenden Mittelalter bis 1918 direkt regierte. Es bestand im Kern aus den habsburgischen Erblanden sowie aus den Ländern der böhmischen und der ungarischen Krone. Für die Zeit Karls V. im frühen 16. Jahrhundert – vor der Trennung in eine österreichische und eine spanische Linie der Habsburger - schließt die Bezeichnung Habsburgerreich auch die Länder der spanischen Krone ein. Nicht dazu zählen die reichsunmittelbaren Territorien des Heiligen Römischen Reichs, über welche die Habsburger in ihrer Funktion als Kaiser nur eine indirekte Oberherrschaft ausübten. Quelle: Wikipedia
Kriege
ITALIENER BESETZEN SÜDTIROL
November 1918 (Alter 54 Jahre)

Notiz: Italien schaffte mit dem Südtirol-Einmarsch Fakten. Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens hat Österreich-Ungarn Anfang November 1918 den Ersten Weltkrieg für verloren erklärt. Den Alliierten wurde dabei auch das Recht zugesprochen, Gebiete der untergehenden Monarchie zu besetzen – und in Südtirol marschierten die Italiener in direkter Folge ein, um zu bleiben.
Kriege
KÄRNTNER ABWEHRKAMPF
zwischen 5. November 1918 und 10. Oktober 1920 (Alter 54 Jahre)

Notiz: Der Kärnter Abwehrkampf war nach Ende des Ersten Weltkriegs die bewaffnete Auseinandersetzung von Verbänden der provisorischen Kärntner Landesregierung mit Truppen des SHS-Staates über die staatliche Zugehörigkeit der durch den SHS-Staat beanspruchten, überwiegend von Slowenen bewohnten Gebiete im Südosten Kärntens. Nachdem Kärnten durch die Kärntner Landesverfassung von 1918 den Beitritt zur Republik Deutschösterreich erklärt hatte, drangen am 5. November 1918 Truppen des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS-Staat) in Südostkärnten ein. Quelle: Wikipedia
Staatsoberhaupt
ÖSTERREICHISCHER BUNDESPRÄSIDENT
zwischen 15. März 1919 und 9. Dezember 1920 (Alter 54 Jahre)

Notiz: Karl Josef Seitz (* 4. September 1869 in Wien; † 3. Februar 1950 ebenda) war österreichischer Politiker, Reichsratsabgeordneter, als Vorsitzender der Konstituierenden Nationalversammlung von Deutschösterreich Staatsoberhaupt, Parteivorsitzender der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschösterreichs (SDAPDÖ) und Bürgermeister von Wien. Seitz war Präsident der Konstituierenden Nationalversammlung und damit als Einzelperson das erste republikanische Staatsoberhaupt Österreichs, führte aber keine diesbezügliche Funktionsbezeichnung. Vom 30. Oktober 1918 bis 14. März 1919 hatte das dreiköpfige Staatsratsdirektorium, dem Seitz gleichberechtigt mit Dinghofer und Hauser angehörte, als Staatsoberhaupt fungiert. Vom Inkrafttreten der Bundesverfassung am 10. November 1920 bis zu seinem Amtsende war Seitz auch formal Bundespräsident. Quelle: Wikipedia
Staatsoberhaupt
ÖSTERREICHISCHER BUNDESPRÄSIDENT
zwischen 9. Dezember 1920 und 10. Dezember 1928 (Alter 56 Jahre)

Notiz: Michael Arthur Josef Jakob Hainisch (* 15. August 1858 in Aue bei Schottwien (Niederösterreich); † 26. Februar 1940 in Wien) war parteiloser österreichischer Sozial- und Wirtschaftspolitiker und von 1920 bis 1928 Bundespräsident der Republik Österreich. Er löste Karl Seitz als Staatsoberhaupt ab. Quelle: Wikipedia
Kriege
ALLIIERTE RHEINLANDBESETZUNG
zwischen 11. November 1918 und 30. Juni 1930 (Alter 54 Jahre)

Notiz: Die alliierte Rheinlandbesetzung war eine Folge des Ersten Weltkriegs, in dem das Deutsche Reich gegen die alliierten und assoziierten Mächte eine militärische Niederlage erlitten hatte. Schon im Waffenstillstand von Compiègne vom 11. November 1918 musste die provisorische Reichsregierung einwilligen, dass Truppen der Siegermächte die linksrheinischen Gebiete und vier rechtsrheinische 'Brückenköpfe' mit je 30 Kilometer Radius um Köln, Koblenz, Mainz und 10 Kilometer Radius um Kehl besetzten. Ferner wurde das linksrheinische Gebiet sowie ein 50 km breiter Streifen östlich des Rheins zur entmilitarisierten Zone erklärt. Der Versailler Vertrag von 1919 wiederholte diese Bestimmungen, befristete die Anwesenheit der fremden Truppen aber auf 15 Jahre bis 1934. Zweck der Besetzung war einerseits, Frankreich Sicherheit vor einem erneuten deutschen Angriff zu verschaffen, andererseits eine Garantie für die zu erbringenden Reparationsverpflichtungen des Deutschen Reichs zu haben. Nachdem diese mit dem Young-Plan scheinbar erreicht worden war, wurde die Rheinlandbesetzung zum 30. Juni 1930 vorzeitig beendet. Die Verwaltung der besetzten Rheinlande unterstand der Interalliierten Rheinlandkommission mit Sitz beim Oberpräsidium der Rheinprovinz in Koblenz. Quelle: Wikipedia
Staatsoberhaupt
ÖSTERREICHISCHER BUNDESPRÄSIDENT
zwischen 10. Dezember 1928 und 13. März 1938 (Alter 64 Jahre)

Notiz: Wilhelm Miklas (* 15. Oktober 1872 in Krems an der Donau, Niederösterreich; † 20. März 1956 in Wien) war ein österreichischer Politiker (CS). Von 1928 bis Mai 1934 war er Bundespräsident der Republik Österreich und anschließend bis 13. März 1938 Bundespräsident des diktatorisch regierten Bundesstaats Österreich. Quelle: Wikipedia
Historische Ereignisse
DEUTSCHES REICH
zwischen 30. Januar 1933 und 8. Mai 1945 (Alter 68 Jahre)

Notiz: Das Deutsche Reich war von 1933 bis 1945 eine von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) getragene Führerdiktatur unter Adolf Hitler. Die Zeit des Nationalsozialismus begann mit der Zerstörung der demokratischen Weimarer Republik und endete mit der militärischen Niederlage Deutschlands und seiner Besetzung durch die alliierten Truppen Großbritanniens, Frankreichs, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion. Nachdem Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, setzten seine Regierung und Reichspräsident Hindenburg mit Hilfe des Ermächtigungsgesetzes und verschiedener Notverordnungen wesentliche Teile der Weimarer Reichsverfassung außer Kraft. Innerhalb weniger Monate wurden grundlegende Bürgerrechte in Deutschland abgeschafft sowie Gewerkschaften und alle politischen Parteien außer der NSDAP verboten. Es entstand eine autoritäre, gleichgeschaltete Gesellschaft, die geprägt war von der rechtsextremen, betont antisemitischen Ideologie des Nationalsozialismus. Kennzeichnend für das NS-Regime war die Errichtung von Konzentrations- und Vernichtungslagern. Der Holocaust an den Juden, der Porajmos an Sinti und Roma sowie die Verfolgung und Ermordung Oppositioneller, Andersdenkender, Behinderter und Homosexueller forderten mehrere Millionen Menschenleben. Unter Bruch des Versailler Vertrages betrieb das NS-Regime die Aufrüstung Deutschlands und verfolgte nach außen eine aggressive Annexions- und Eroberungspolitik. Erfolgte die Wiedereingliederung des Saargebiets 1935 noch nach einer in Versailles vertraglich festgelegten Volksabstimmung, setzte Hitler ab 1938 territoriale Vergrößerungen des deutschen Machtbereichs mit Androhung militärischer Gewalt oder Erpressung durch, so 1938 beim 'Anschluss' Österreichs und der Eingliederung des Sudetenlandes sowie 1939 bei der sogenannten 'Zerschlagung der Rest-Tschechei' und der Angliederung des Memellands. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 entfesselte das Regime den Zweiten Weltkrieg, in welchem allein in Europa etwa 45 Millionen Menschen starben. Deutschland führte den Krieg als Eroberungs- und Vernichtungskrieg mit dem Ziel, das ab 1943 so bezeichnete 'Großdeutsche Reich' bis zum Ural und zum Kaukasus auszudehnen und die eroberten Gebiete zu kolonisieren. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion und dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg 1941 bildete sich aus den Alliierten die Anti-Hitler-Koalition, die die deutsche Wehrmacht am 8. Mai 1945 zur bedingungslosen Kapitulation zwang. Damit hörte der NS-Staat faktisch auf zu bestehen. Am 5. Juni 1945 übernahmen die Alliierten auch formell die Regierungsgewalt in Deutschland. Quelle: Wikipedia
Kriege
ÖSTERREICHISCHER BÜRGERKRIEG
zwischen 12. Februar 1934 und 14. Februar 1934 (Alter 69 Jahre)

Notiz: Der Österreichischer Bürgerkrieg war eine Auseinandersetzung zwischen der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP), deren Republikanischem Schutzbund einerseits und dem austrofaschistischen Ständestaat, dessen Bundesheer und Heimwehr. Auslöser für diesen Bürgerkrieg war der gewaltsame Widerstand des oberösterreichischen Schutzbundführers Bernaschek gegen die Räumung des Waffenlagers des von Engelbert Dollfuß verbotenen Republikanischen Schutzbundes im Linzer Hotel Schiff. Quelle: Wikipedia
Kriege
ANSCHLUSS ÖSTERREICHS
13. März 1938 (Alter 73 Jahre)

Notiz: Als 'Anschluss Österreichs' oder kurz 'Anschluss' werden seit 1938 vor allem die Vorgänge bezeichnet, mit denen österreichische und deutsche Nationalsozialisten im März 1938 die De-facto-Annexion des Bundesstaates Österreich durch das nationalsozialistische Deutsche Reich veranlassten. In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 lösten nach telefonischen Drohungen von Hermann Göring noch vor dem Einmarsch deutscher Einheiten österreichische Nationalsozialisten das austrofaschistische Ständestaatsregime ab. Vom 12. März an übernahmen Wehrmacht-, SS- und Polizeieinheiten das Kommando, die unter dem Jubel beträchtlicher Teile der Bevölkerung einmarschiert waren. Die vom Bundespräsidenten Wilhelm Miklas am 11. März nach deutschen Drohungen bestellte nationalsozialistische Bundesregierung unter Arthur Seyß-Inquart führte am 13. März 1938 im Auftrag von Adolf Hitler, der am 12. März 1938 in Österreich eintraf, den 'Anschluss' durch. Er bewirkte sukzessive das völlige Aufgehen Österreichs im Deutschen Reich. Durch das am 13. März gemäß Art. III Abs. 2 des von der Diktatur Dollfuß’ erlassenen Bundesverfassungsgesetzes vom 30. April 1934 über außerordentliche Maßnahmen im Bereich der Verfassung, des sogenannten 'Ermächtigungsgesetzes 1934', ohne Beteiligung des Parlaments durch die Bundesregierung beschlossene Bundesverfassungsgesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich endete die rechtliche Existenz des diktatorischen österreichischen Bundesstaates. Die Herrschaft des Nationalsozialismus währte in Wien und Umgebung bis zum Vorrücken der Roten Armee Mitte April 1945. Der 'Anschluss' wurde in der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 1945 für 'null und nichtig' erklärt. In vielen anderen Landesteilen Österreichs endete das NS-Regime erst mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945. Die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck wurde von österreichischen Widerstandskämpfern, die das NS-Regime abgelöst hatten, am 3. Mai 1945 an die einmarschierenden US-amerikanischen Verbände übergeben. Quelle: Wikipedia
Religiöse Ereignisse
PONTIFIKAT PAPST PIUS XII.
zwischen 2. März 1939 und 9. Oktober 1958 (Alter 74 Jahre)

Notiz: Pius XII. (bürgerlicher Name: Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli) war vom 2. März 1939 bis Oktober 1958 Papst der römisch-katholischen Kirche. Gleich zu Beginn seines Pontifikats wurde Pius XII. mit der Kriegsgefahr konfrontiert. Am 15. März 1939 brach Hitler das Münchner Abkommen und ließ die 'Resttschechei' besetzen. Daraufhin forderten Vertreter der Westmächte, darunter der Erzbischof von Canterbury Cosmo Gordon Lang, Pius auf, einen internationalen Protest aller Kirchen gegen die Diktaturen Europas anzuführen. Auch die katholischen Bischöfe Frankreichs erwarteten seit Juni 1939 eine päpstliche Verurteilung von Hitlers Aggressionspolitik. Als diese ausblieb, übten katholische Zeitungen dort offen Kritik an seiner Amtsführung. Wie sein Vorgänger Benedikt XV. im Ersten, so veröffentlichte Pius XII. im Zweiten Weltkrieg allgemeine Friedensappelle, wobei er klare Schuldzuweisungen konsequent vermied und keine Kriegspartei namentlich nannte. Am 14. September 1939 beklagte er im Vatikan erstmals den Kriegsausbruch und erklärte seine Absicht, einen für alle Beteiligten ehrenhaften Frieden zu vermitteln. Quelle: Wikipedia
Kriege
ÜBERFALL AUF POLEN
zwischen 1. September 1939 und 6. Oktober 1939 (Alter 75 Jahre)

Notiz: Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschen Reichs gegen die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg in Europa entfesselte. Die deutschen Streitkräfte griffen am 1. September 1939, unterstützt von slowakischen Truppen, unprovoziert an, unmittelbar nach dem angeblichen, zur Rechtfertigung angeführten Überfall auf den Sender Gleiwitz. Am 3. September 1939 erklärten Frankreich und Großbritannien im Rahmen ihrer Beistandsverträge mit Polen Deutschland den Krieg. Ihre begrenzten militärischen Maßnahmen wie die Saar-Offensive waren jedoch nicht zur Entlastung Polens geeignet. Unterstützt von Luftangriffen rückten zwei deutsche Heeresgruppen von Norden bzw. Süden auf polnischem Territorium vor. Deutsche Truppen erreichten am 8. September Warschau, das am 28. September kapitulierte. Nachdem gemäß dem geheimen Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt ab dem 17. September drei sowjetische Armeen in Ostpolen einmarschierten, floh die polnische Regierung am 17./18. September 1939 in das neutrale Rumänien, wo sie interniert wurde. Die am 30. September gebildete polnische Exilregierung versuchte, mit geflohenen Truppenteilen Widerstand gegen die Besatzer zu organisieren. Die letzten in Polen verbliebenen Verbände der polnischen Streitkräfte kapitulierten am 6. Oktober 1939; die meisten polnischen Soldaten gingen in Kriegsgefangenschaft. Quelle: Wikipedia
Kriege
ZWEITER WELTKRIEG
zwischen 1. September 1939 und 2. September 1945 (Alter 75 Jahre)

Notiz: Der Zweite Weltkrieg war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar. Er ist der einzige Krieg, in dem sowohl atomare (von den USA in Japan) als auch biologische und chemische Waffen (beide hauptsächlich von Japan in China) eingesetzt wurden (ABC-Waffen). Auslöser war in Europa der Angriff des Deutschen Reiches auf Polen. Dieser Angriff erfolgte ohne vorherige Kriegserklärung am 1. September 1939. Die Ausweitung des Kriegs auf die Vereinigten Staaten und Asien erfolgte durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und dadurch, dass das Deutsche Reich und Italien vier Tage später den Vereinigten Staaten den Krieg erklärten. In manchen Darstellungen wird auch der Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs am 7. Juli 1937 als Beginn des Zweiten Weltkrieges angegeben. Dies ist aber eine geschichtswissenschaftlich umstrittene These. Der Zweite Weltkrieg endete mit der vollständigen Niederlage der so genannten Achsenmächte am 8. Mai 1945 in Europa und am 2. September desselben Jahres in Asien mit der Kapitulation Japans. Quelle: Wikipedia
Tod 23. August 1945 (Alter 81 Jahre)
Pannonhalma, Sopron, Ungarn
Breitengrad: 47.546176 Längengrad: 17.740517

Letzte Änderung 1. Februar 2017

Notiz

Stephanie Clotilde Luise Hermine Marie Charlotte von Belgien kam am 21. Mai 1864 in Laeken bei Brüssel zur Welt.

Stephanie wurde als zweite Tochter von König Leopold II. von Belgien und seiner Ehefrau Marie Henriette geboren. Ihre Geschwister waren Louise (1858-1924), Clementine (1872-1955) und der schon als Kind verstorbene Thronfolger Leopold (1859-1869).

Stephanie hatte wie ihre Geschwister eine schwere Kindheit, da die schöne Mutter keinerlei Interesse an den Kindern ihres ungeliebten Mannes zeigte und auch der Vater, der nur an seinen Geschäften interessiert war, keine Zeit mit den Mädchen verbrachte. Die Erziehung der Geschwister zielte auf deren Abhärtung ab. Stephanies Verheiratung wurde von den Höfen in Wien und Brüssel geplant. Für Rudolf kamen nur katholische Prinzessinnen in Frage und diese sollten nicht älter als 20 Jahre sein. Der exquisite Geschmack des wählerischen Kronprinzen war allgemein bekannt und so waren alle, die ihn kannten verwundert, dass er sich schließlich bereit erklärte, die eher hausbackene Stephanie zu heiraten, die weder schön noch hübsch war. Sie zeigte keine Spur von Charme oder Witz und war aufgrund ihrer schrecklichen Erziehung nicht einmal fähig, einfachste Gespräche zu führen. Die wegen ihres treulosen Ehemannes ständig frustrierte Mutter hatte die drei Töchter mit drakonischer Strenge erzogen und schreckte nicht einmal davor zurück, ihre Töchter persönlich mit der Rute zu züchtigen.

  • Kronprinzessin

Stephanie von Belgien heiratete am 10. Mai 1881 Kronprinz Rudolf von Österreich. Die Ehe der beiden galt in den ersten Jahren als glücklich. Die unerfahrene und unaufgeklärte Stephanie erkannte, dass ihr Mann durchaus liebenswürdig war. Nach der Hochzeit verbrachte das junge Paar zuerst eine Zeit auf Reisen und lebte dann in Prag. In dieser Zeit widmete sich Rudolf voller Elan seinen wissenschaftlichen Forschungen und die beiden führten ein ruhiges Leben. Die Geburt der Tochter im Jahr 1883 war für Rudolf eine große Enttäuschung, war er doch in eine Dauerkrise mit seinem väterlichen Kaiser verwickelt und ein Sohn dem Ganzen die Spitze hätte nehmen können.

Jedoch blieb der erhoffte Thronfolger aus, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass Rudolf neuerlich viele Affären hatte und sich bei einer seiner Liebschaften, einer Zigeunerin, mit einer Geschlechtskrankheit infizierte und seine Frau ansteckte und dadurch unfruchtbar machte. Schließlich zerbrach die Ehe daran, dass die beiden sich mehr und mehr auseinander gelebt hatten.

Stephanie ließ ihrem Mann gegenüber erkennen, dass sie seine Freunde, allen voran den Verleger Moritz Szeps, nicht ausstehen konnte. Ihrer Meinung nach vergiftete dieser ihren Mann mit seinen liberalen Ideen. Im Gegenzug verstand Rudolf die erzkonservative Einstellung seiner Gattin nicht, die fast in Dünkel ausgeartet war.

Am Wiener Hof war Stephanie nie beliebt. Sie trug dort den Spitznamen "Die kühle Blonde". Selbst ihre Schwiegermutter Kaiserin Elisabeth nannte sie nur "Das Trampeltier".

Durch Rudolfs Selbstmord am 30. Januar 1889 in Mayerling wurde Stephanie zur Witwe. Ihr einziges Kind Elisabeth Marie, genannt "Erzsi", ging in die Obhut ihres Schwiegervaters Franz Joseph über.

  • Witwe

Um sich von dem Schock des Suizids Rudolfs zu erholen und um vor dem Wiener Hof, der ihr eine Mitschuld an der Katastrophe gab, zu entfliehen, begann Stephanie wie ihre Schwiegermutter Kaiserin Elisabeth mit rastlosem Umherreisen. Sie verbrachte viel Zeit mit ihren Schwestern Louise und Clementine und vermied es nach Möglichkeit, sich in Wien aufzuhalten. Am Hof hatte sie nach Rudolfs Tod nur noch die unbedeutende Stellung einer Kronprinzen-Witwe und somit kaum Repräsentationspflichten zu erfüllen.

Später versuchten ihr Vater König Leopold und Kaiser Franz Joseph vergeblich, Stephanie mit dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand zu verheiraten, um so seine nicht standesgemäße Ehe mit Sophie Chotek zu verhindern.

  • Die zweite Ehe

Stephanie verliebte sich in den ungarischen Grafen (seit 1917 Fürst) Elemér Lónyay von Nagy-Lónya und Vasaros-Nameny. Sie verzichtete auf ihren bisherigen Titel und die damit verbundene Stellung und heiratete ihn nach 11 Jahren Witwenschaft am 22. März 1900 im Schloss Miramar (Triest). Dieser Schritt führte zum endgültigen Bruch mit ihrem Vater, dem König von Belgien. Doch wurde genau diese Ehe Stephanies glücklichster Lebensabschnitt, den sie nie bereute.

Das Paar ließ sich im damaligen Ungarn nieder. Schloss Oroszvár liegt nahe von Pressburg in den Auen am südlichen Donauufer (seit 1947 slowakisch: Rusovce, heute Außenbezirk der slowakischen Hauptstadt). Stephanie legte um ihr Schloss viele Gärten und Beete an, sie liebte die Natur und bewunderte selbst gern ihre schönen Parkanlagen. Oft wurde auch gejagt, Franz Ferdinand und seine Frau Sophie Herzogin von Hohenberg waren gern gesehene Gäste auf dem Lónyayschen Besitz.

  • Familienzwist

Als ihre Mutter starb, reiste Stephanie zur Beerdigung nach Brüssel. Doch als sie am Sarg Abschied nehmen wollte, verjagte ihr Vater sie aus der Kapelle. Das Erbe ihrer Mutter betrug nur 50.000 Franc, was vor allem die Gläubiger Stephanies hoch verschuldeter Schwester Louise nicht glauben konnten - hatte der König doch Milliarden im Belgischen Kongo (anfangs sein "Privatbesitz") verdient. Stephanie zog mit den Gläubigern Louises gegen ihren Vater vor Gericht, verlor jedoch den Prozess.

Mit ihrer Tochter Erzherzogin Elisabeth Marie hatte Stephanie nach ihrer erneuten Eheschließung fast keinen Kontakt mehr. Da sie aus dem Kaiserhaus ausgeschieden war, musste Stephanie ihr Kind in Wien zurücklassen. Auch war ihr Verhältnis zur Tochter getrübt: Erzsi gab ihrer Mutter die Mitschuld an der "Tragödie von Mayerling".

  • Späte Jahre

1935 veröffentlichte Stephanie ihre Memoiren unter dem Titel "Ich sollte Kaiserin werden". Dies führte in Österreich zu einem Skandal, das Buch verkaufte sich dennoch sehr gut und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Nach der Flucht des Fürstenpaares Lónyay vor der Roten Armee in das Benediktinerkloster Pannonhalma in Ungarn am Ende des Zweiten Weltkriegs starb Stephanie dort am 23. August 1945. Sie wurde in der Krypta der Stiftskirche der Benediktinerabtei beigesetzt.