Jahrestage von Persönlichkeiten:
Natalia Beer (1903-1987)

Natalia Emilia Beer (Natalie Beer) kam am 17. Juni 1903 in Au, Rehmen (Bregenzerwald) zur Welt.

Zahlreiche Werke in hochdeutscher Sprache und auch in Mundart - Lyrik wie Prosa - machten Beer als Dichterin und Schriftstellerin im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Sie schrieb auch unter den Pseudonymen Ursula Berngath oder Fred Lugenau.

Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie mehrere Auszeichnungen:

1973 Boga-Tinti-Preis des Presseclubs Concordia
1975 Silbernes Ehrenzeichen Vorarlbergs
1978 Ehrenring der Marktgemeinde Rankweil
1978 Ehrenring der Gemeinde Au
1985 Franz-Michael-Felder-Medaille

Natalie Beer lebte über mehrere Jahrzehnte bis zu ihrem Tod in Rankweil. Sie verstarb am 31. Oktober 1987 im Alter von 84 Jahren.

Die Werke der Schriftstellerin Natalie Beer:

  • Bergfahrt, Gedichte, 1932
  • Frühlicht, Gedichte, 1936
  • Kleine Kindheit, 1941
  • Schicksal auf Vögin, Roman, 1942
  • Der Urahn, Roman, 1943
  • Eines Menschen Schuld, Schauspiel, 1947
  • Traum des Weibes, Gedichte, 1947
  • Die Hirtin von Tilisuna, Erzählungen, 1951
  • Die eherne Waage. Gedichte aus fünfzehn Jahren, 1951
  • Immer die weiße Wolke. Eine Hirtenlegende, 1954
  • Wanderer durch das eigene Herz, Roman, 1954 (Neuauflage 1959 unter dem Titel ... und führt ihn einen andern Weg, Neuauflage 1974 unter dem Titel Das unruhige Herz)
  • An die Großen der Welt, Gedichte, 1955
  • Prophet und Sibylle, Roman, 1956 (2. Aufl. unter dem Titel Wenn die Sterne dunkeln)
  • Weil ich Dich liebe. Eine Totengabe, Gedichte, 1958
  • Ich suche den Menschen, Roman, 1960
  • Im Vorübergehn, Gedichte, 1961
  • Jubel der Steine, Roman, 1964
  • Jubel der Steine, Spiel, 1965
  • Und fanden das Kind in der Krippe, 1968
  • Mathis der Maler. Ein Matthias Grünewald-Roman, 1970
  • Ins Antlitz der Zeit, Gedichte, 1971
  • Kleine Reise ohne Nepomuk. Eine Südlandsfahrt, 1971
  • Sand im Stundenglas, Roman, 1974
  • Das Lächeln der Madonna Hodigitria. Der Mann mit der Nelke, Erzählungen, 1975
  • Die singenden Hügel, Gedichte, 1976
  • Im Leben zu Gast sein, Gedichte, 1977
  • 's Lisabethle goht of d' Reis, Erzählung in Vorarlberger Mundart, 1977
  • Der kleine Esel Trabbelbei, 1977
  • Als noch die Sonne schien. Roman meiner Jugend, 1978
  • Das Dorf im Herbst, Gedichte, 1979
  • Im Garten blüht der Lavendel, Roman, 1980
  • In den Tag gesprochen, Gedichte, 1980
  • Gesang der Landschaft, Gedichte, 1982
  • Der brennende Rosenbusch. Lebenserinnerungen, 1983
  • Walthers Weihnachtslied, handgeschriebene Gestaltung mit Illustrationen von Konrad Honold, 1983
  • Funde am Lebensweg. Erzählungen, Skizzen, Gedichte, 1983
  • Des Lebens Wahn und Wagnis, Gedichte, 1985
Quellen: Wikipedia, Kirchenbücher
 
Ihre Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Ortsfamilienbuch Au.
Eduard Plantagenet (1330-1376)

Eduard Plantagenet (auch "Edward of Woodstock" und "The Black Prince" genannt) kam am 15. Juni 1330 als Sohn des Königs Eduard III. von England und dessen Gemahlin Philippa zur Welt.

Im Alter von drei Jahren zum Earl of Chester, 1337 zum Duke of Cornwall und 1343 zum zweiten Prince of Wales erhoben, war Eduards Leben eng mit der Frühphase des Hundertjährigen Krieges Englands gegen Frankreich verknüpft. Kampf und Kriegführung sollten in Eduards Leben stets die Hauptrolle spielen.

1345 begleitete er seinen Vater zur Unterstützung Jakobs van Artevelde. 1346 bei Saint-Vaast-la-Hougue zum Ritter geschlagen, zeichnete Edward sich bald in der Belagerungsschlacht von Caen aus. Seinen ersten militärischen Erfolg errang er in der Schlacht von Crécy, die dem Sechzehnjährigen lebenslang den Ruhm eines vorbildlichen Ritters und Truppenführers einbrachte. Die Engländer setzten gegen die damals üblichen Armbrustschützen und schwer bewaffneten Reiter Langbogenschützen ein, was entscheidend zum Sieg in der Schlacht beitrug, die vielen als das Symbol für den Niedergang des mittelalterlichen Rittertums und den Beginn neuzeitlicher Kriegführung gilt. Während der Schlacht kommandierte Eduard einen Flügel der Armee und konnte sich trotz verbissener französischer Angriffe behaupten. Nach der Schlacht soll der junge Prinz über das Schlachtfeld gestreift und auf die Leiche des blinden Königs Johann von Böhmen gestoßen sein, der sich trotz seiner Behinderung auf der Seite der Franzosen in das Schlachtgetümmel gestürzt hatte. Beeindruckt von der Tapferkeit seines Gegners soll Eduard mit den Worten "There lies the Prince of Chivalry, but he does not die" ("Hier liegt der Fürst der Ritterlichkeit, doch er stirbt nicht") das Helmkleinod Johanns, das unter anderem aus zwei Flügeln bestand, an sich genommen und zu dem seinen gemacht haben. Diese Episode ist historisch allerdings nicht gesichert. Das Helmkleinod in Form von drei Straußenfedern - die jedoch auch anderen Ursprungs sein könnten - sowie Johanns deutscher Wahlspruch "Ich Dien" finden sich jedenfalls seitdem im Wappenzeichen ("Badge") der Princes of Wales, der englischen Thronfolger.

Weitere Kriegserfolge Eduards folgten bereits 1347 mit der Einnahme von Calais, der Verteidigung dieser Stadt zwei Jahre darauf und der Seeschlacht von Winchelsea 1350. Aufgrund dieser Erfolge wurde Eduard zu einem der ersten Träger des Hosenbandordens, den sein Vater 1348 gestiftet hatte.

Als Statthalter der Guyenne und Eroberer von Bordeaux (1355) führte er einen Überraschungsfeldzug bis nach Narbonne. Beim spektakulären Sieg in der Schlacht bei Maupertuis 1356 gelang Prinz Eduard nicht nur der Sieg über eine weit überlegene gegnerische Streitmacht, sondern auch die Gefangennahme des französischen Königs Johann II. und dessen Sohnes.

1361 heiratete er heimlich seine Tante zweiten Grades (sein Urgroßvater und ihr Großvater war Eduard I.) Joan of Kent, Erbtochter des Earl of Kent, genannt "The Fair Maid of Kent", und führte mit ihr eine glückliche Ehe. Er war ihr dritter Ehemann.

1362 ernannte ihn sein Vater zum Herzog von Aquitanien, wo er sich 1363 mit seiner Frau in der Guyenne niederließ. Sie hielten in Bordeaux einen prächtigen Hof, der viele Künstler und Wissenschaftler anzog und hatten zwei Kinder, Edward (1365-1371) und den späteren König Richard II. (1367-1400).

Mit Peter I. von Kastilien und León verbündet, führte Eduard 1367 ein Heer nach Nájera, wo er dessen Halbbruder Heinrich von Trastámara, Thronprätendent von Kastilien und León, vernichtend besiegte. Als Belohnung erhielt er einen übergroßen afghanischen Rubin zum Geschenk, der noch heute an der britischen Staatskrone befestigt ist.

Seine letzte größere militärische Aktion war die Vergeltungsplünderung der abtrünnigen Stadt Limoges 1370, bei der über 3000 Einwohner niedergemetzelt wurden. Im Januar 1371 kehrte er krank aus Aquitanien nach England zurück. 1372 verzichtete er auf das Fürstentum Aquitanien und zog sich ganz aus dem politischen Leben zurück.

Eduard starb am 8. Juni 1376 zu Lebzeiten seines Vaters (vitae patre) an der Ruhr. Er wurde in der Kathedrale von Canterbury beigesetzt, wo sein monumentales Grabmal und seine Rüstung heute noch besichtigt werden können. Da der älteste Sohn Eduards schon als Kind gestorben war, wurde sein zweiter, ebenfalls noch minderjähriger Sohn Richard nach dem Tode König Eduard III. ein Jahr später als Richard II. König von England.

Beiname "Schwarzer Prinz"

Edward of Woodstock ist heute vor allem mit seinem Beinamen "Schwarzer Prinz" bekannt. Ob er diesen bereits zu Lebzeiten trug, ist nicht nachweisbar. In Schriftquellen wird der Name "Schwarzer Prinz" erst etwa 160 Jahre nach seinem Tode in Aufzeichnungen des Bibliothekars John Leland aus den 1530er bis frühen 1540er Jahren genannt. Ebenso unklar ist der Ursprung des Namens, worüber viele Theorien diskutiert werden. Wahrscheinlich geht der Name auf sein Wappenschild und seine Rüstung zurück, welche angeblich von schwarzer Farbe gewesen sein sollen und von der Teile heute noch in der Kathedrale von Canterbury zu besichtigen sind, jedoch ist ebenfalls nicht gesichert, dass Eduard zu Lebzeiten schwarzes Rüstzeug trug. Nach anderen Meinungen geht der Name auf Eduards Ruf als brutaler Heerführer vor allem in Teilen des französischen Aquitanien zurück.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Wolfgang II. von Hohenlohe-Waldenburg (1546-1610)

Wolfgang II. Graf von Hohenlohe und Herr zu Langenburg, auch Wolfgang von Hohenlohe-Weikersheim, kam am 14. Juni 1546 in Waldenburg, im Herzogtum Württemberg zur Welt. Er war ein Adliger aus dem Geschlecht Hohenlohe, der in Weikersheim residierte und dort für den Neubau des Schlosses Weikersheim nach den Idealen der Renaissance sorgte. Er war auch Anhänger der Alchemie.

Wolfgang II. war der Sohn Graf Ludwig Casimir von Hohenlohe-Waldenstein und dessen Gemahlin Gräfin Anna von Solms-Laubach. Er besuchte ab 1558 für zwei Jahre die Universität Tübingen, war zwei Jahre zu Studien in Paris und danach in kaiserlichen Diensten in Wien, wo er auch an einem Feldzug gegen die Türken teilnahm.

Wolfgang II. von Hohenlohe-Waldenburg heiratete 1567 Magdalena, Gräfin von Nassau-Dillenburg, mit der er 7 Kinder hatte.

Nach dem Tod seines Vaters 1568 herrschte er zunächst mit einem Bruder und der Mutter in Langenburg, ab 1574 allein. 1586 kam es zur Landesteilung zwischen ihm und seinen Brüdern (Hohenlohe-Neuenstein, Hohenlohe-Langenburg und Hohenlohe-Weikersheim). Wolfgang II. zog 1587 nach Weikersheim.

In Weikersheim ersetzte er das alte Wasserschloss, eine mittelalterliche Wasserburg, durch ein Renaissanceschloss, residierte von dort aus, ordnete die hohenlohische Verwaltung, revisionierte die evangelische Kirchenordnung Hohenlohes, förderte das Schulwesen und hob kurz vor seinem Tod die Leibeigenschaft für Weikersheim auf.

Er befasste sich mit Pferdezucht und -heilkunde, liebte Musik und betrieb Alchemie in einem eigenen, kurz nach dem Umzug nach Weikersheim zunächst provisorisch eingerichteten Labor im Schloss, dass dann ein mit Öfen ausgestatteter zweigeschossiger Bau auf dem Gelände des ehemaligen Burgzwingers wurde. Da die Bauzeichnungen und Rechnungen erhalten sind (auch für chemische Geräte) konnte man so die Ausstattung eines fürstlichen alchemistischen Labors der Renaissance rekonstruieren. Neben dem Labor gab es Destillationsgebäude für Branntwein im Schloss, wobei der Graf das Produkt verkaufte. Es gab auch eine Apotheke im Schloss, die von Wolfgangs Frau Magdalena geleitet wurde. In Weikersheim ließ er eine Salpeterfabrik bauen, die 1596 bis 1602 bestand und von einem Handwerker privat betrieben wurde. In seiner Bibliothek von 500 Bänden (davon einige Handschriften) waren 15 praktische Chemiebücher (z. B. von Georg Agricola und Lazarus Ercker zu Bergbau und das Destillierbuch von Hieronymus Brunschwig), 33 über Alchemie (u. a. Pseudo-Geber, Ramon Llull, Bernard von Trevisan, Heinrich Khunrath), 69 von Paracelsus und 12 zu Chemiatrie (wie Leonhard Thurneysser, Johann Isaac Hollandus, Alexander von Suchten). Dem Inhalt der Bibliothek nach zu urteilen war der Graf eher an praktischer Chemie interessiert und auch an Iatrochemie (sein Leibarzt Eucharius Seefridt (gestorben 1611) in Öhringen war einer ihrer Vertreter).

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Cosimo I. von Medici (1519-1574)

Cosimo I. de' Medici kam am 12. Juni 1519 in Florenz zur Welt. Er war ab 1537 Herzog der Toskana. Sein Vater war Giovanni dalle Bande Nere, seine Mutter Maria Salviati.

Machtübernahme

Cosimo kam an die Macht, als 1537 Alessandro de' Medici ermordet wurde. Alessandros einziger männlicher Nachkomme war der fünfjährige Giulio, ein unehelicher Sohn. Sein Onkel, der Kardinal Innocenzo Cibo, setzte sich dafür ein, dass er die Nachfolge des florentinischen Herrschers antreten sollte, in der Hoffnung, selbst die Macht auszuüben. Beim Rat der Stadt konnte er sich damit jedoch nicht durchsetzen, und Francesco Guicciardini, Francesco Vettori und andere führende Bürger favorisierten die Wahl Cosimos, eines Sohns von Giovanni dalle Bande Nere und damit eines Mitglieds der jüngeren Linie der Medici. Er war zwar erst siebzehn, aber ehrgeizig und durch den Reichtum der Medici einflussreich.

Cosimo war nach dem kaiserlichen Patent legitimer Nachfolger als Herzog und wurde sogleich von Karl V. anerkannt. Entgegen den Erwartungen seiner Unterstützer ließ er sich trotz seiner Jugend nicht von anderen lenken, sondern arbeitete daran, sich als absolutistischer Herrscher zu etablieren, der sich von republikanischen Formen wenig aufhalten ließ.

Schlacht von Montemurlo

Als die Verbannten vom Tod Alessandros und der Wahl Cosimos erfuhren, sahen sie die Gelegenheit gekommen, nun zügig die Medici-Herrschaft zu brechen. Sie hatten Geld und Hilfsversprechen aus Frankreich erhalten und wurden von Filippo Strozzi und Baccio Valori unterstützt. Strozzi brachte neben seinem Reichtum und Einfluss seinen Sohn Piero Strozzi ein, einen ausgezeichneten Militär. Die Exilanten sammelten ihre Truppen bei Mirandola, darunter viertausend Infanteristen und dreihundert Pferde und Mitglieder der wichtigsten Florentiner Familien unter der Führung Bernardo Salviatis und Piero Strozzis. Sie zogen gegen Ende Juli 1537 in die Toskana.

Als Cosimo durch seine Spione von dem Vormarsch erfuhr, ließ er von Alessandro Vitelli sofort die besten deutschen, spanischen und italienischen Infanterietruppen sammeln, die ihm zur Verfügung standen und ohne Verzögerung gegen den Feind marschieren. Mit 700 ausgesuchten Infanteristen und einer Truppe von 100 Reitern, denen sich andere spanische Fußsoldaten unterwegs anschlossen, marschierte Vitelli gegen Prato. Im frühen Morgengrauen startete er einen Überraschungsangriff auf die Vorhut der Exilanten nahe Montemurlo, einer alten Festung, die in eine Villa umgebaut worden war, die den Nerli gehörte.

Nachdem er sie in die Flucht geschlagen hatte, stürmte er Montemurlo, wohin sich Filippo Strozzi und einige seiner Kameraden geflüchtet hatten. Nach einigen Stunden verzweifelten Widerstands mussten sie vor der Überzahl kapitulieren. Der Hauptteil der Armee war wegen heftiger Regenfälle und schlechten Zustands der Wege in den Bergen aufgehalten worden, und als man dort von der Niederlage bei Montemurlo erfuhr, zog sich die Armee zurück. Alessandro Vitelli zog siegreich mit seinen Gefangenen in Florenz ein, und Cosimo konnte seinen ersten Triumph feiern.

Prozesse

Von den Gefangenen, die aus bedeutenden Familien stammten, wurden vier an aufeinanderfolgenden Tagen auf der Piazza enthauptet. Dann setzte der Herzog die Hinrichtungen zunächst aus. Baccio Valori jedoch wurde zusammen mit seinem Sohn und seinem Neffen am 20. August im Hof des Bargello enthauptet. Nun war noch Filippo Strozzi übrig, der im Fortezza da Basso gefangengehalten wurde. Er hatte zahlreiche Anhänger und genoss den Schutz des französischen Königs. Trotzdem suchte Cosimo nur einen glaubwürdigen Vorwand, um seinen Feind loszuwerden. Er ließ ihm den Prozess machen, aber trotz Folter bestritt Strozzi alle Anschuldigungen.

Am 18. Dezember wurde er mit einem blutbefleckten Schwert an seiner Seite tot aufgefunden. Auf einem Zettel in seiner Zelle standen Vergils Worte exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor (Ein Rächer soll aus unseren Knochen auferstehen). Man nahm an, dass er es vorgezogen hatte, Selbstmord zu begehen, statt dem Henker zum Opfer zu fallen. Dennoch meinten einige, dass Cosimo ihn habe ermorden lassen und das Verbrechen auf diese Weise habe verschleiern wollen.

Herrschaft

Das Massaker des jungen Fürsten an seinen Gefangenen warf einen dauerhaften Schatten auf seine Herrschaft. Von nun an war aber klar, dass er seine Pläne entschlossen und ohne Skrupel verfolgte. Bald sah man in ihm die Inkarnation von Machiavellis Fürsten. Francesco Guicciardini, der einen gewissen Einfluss auf Cosimo ausübte, musste sich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen und sich in seiner Villa in Arcetri seiner Geschichtsschreibung widmen. Hier starb er 1540, und sofort kam das Gerücht auf, dass der Herzog ihn habe vergiften lassen. Dies zeigt, wie man Cosimo inzwischen einschätzte. Während seiner Herrschaft gingen 140 Männer und 6 Frauen auf das Schafott, nicht gezählt jene, die im Ausland durch seine Leute ermordet wurden.

Er machte die alten republikanischen Institutionen zu leeren Hüllen. Er erließ strenge Edikte gegen die Rebellen, insbesondere durch das Polverina genannte Gesetz (nach Jacopo Polverini, der es vorgeschlagen hatte). Nach diesem Gesetz konnte nicht nur der Besitz der Verbannten, sondern auch der von deren Erben konfisziert werden, selbst wenn er von ihnen selbst erworben worden war. Cosimo herrschte wie der unabhängige Souverän eines Staates, wenn auch sein Reich eigentlich klein und schwach war. Er musste verschiedenen europäischen Herrschern, insbesondere Karl V., erhebliche Kredite geben und die Botschafter mit Schmiergeldern bestechen. Daneben musste er Kriege für die Ausweitung seines Territoriums führen. Da weder sein geerbter Reichtum noch die konfiszierten Güter für all dies ausreichten, musste er sein Volk mit Steuern belasten und seine Stellung dadurch schwächen.

Lucca und Siena

Einen besonderen Groll hegte Cosimo gegenüber den benachbarten Republiken Siena und Lucca. Obwohl ersteres von Spaniern besetzt und letzteres klein und unbedeutend war, hatten die freien Institutionen der Republiken für die mit dem neuen Regime unzufriedenen Florentiner Vorbildcharakter. Francesco Burlamacchi, ein ehrgeiziger Patriot aus Lucca, hatte sogar den Plan, republikanische Regierungen in allen Städten der Toskana wiederzuerrichten. Mit der Hilfe des Kaisers gelang es Cosimo, ihn zum Tode verurteilen zu lassen.

Während Lucca als unbedeutender Staat keinen Ehrgeiz einer Rivalität mit Florenz entwickelte, war Siena ein alter und nicht zu ignorierender Feind von Florenz und hatte den Florentiner Verbannten immer Schutz gewährt. Nun unterwarf es sich widerwillig der anwesenden spanischen Garnison, und durch französische Versprechungen ermutigt, erhob es sich gegen die Besetzer und vertrieb 1552 die Spanier. Cosimo schrieb an den Kaiser, bat ihn um Erlaubnis, Siena angreifen zu dürfen, und um militärische Unterstützung.

Da keine unmittelbare Antwort kam, täuschte er Verhandlungen mit Heinrich II. von Frankreich vor, woraufhin er ein Kontingent aus deutschen und spanischen Truppen erhielt. Siena wurde fünfzehn Monate lang belagert, aber die sich heroisch verteidigenden Einwohner, die von dem unter französischer Flagge kämpfenden Piero Strozzi unterstützt wurden, mussten aus Mangel an Munition und wegen der Hungersnot kapitulieren. Die ehrenhaften Kapitulationsbedingungen wurden schamlos gebrochen. Durch die Belagerung und eine hohe Zahl von Flüchtlingen sank die Bevölkerung von vierzigtausend auf achttausend. Einige Republikaner zogen sich nach Montalcino zurück und hielten sich bis 1559 als Schattenrepublik Sienas (Repubblica di Siena riparata in Montalcino).

Cosimo beherrschte nun die Stadt und das Territorium Sienas im Namen Karls V., der ihm stets den Alleinbesitz vorenthielt. Nach der Abdankung des Kaisers und der Nachfolge Philipps II. auf dem spanischen Thron erhielt Cosimo schließlich Siena und Porto Ferraio gegen die Aufgabe eines Anspruchs von 200.000 Dukaten, den er gegenüber Karl V. hielt.

Großherzogtum Toskana

Durch den Frieden von Cateau-Cambrésis 1559 erlangte Cosimo auch noch die Macht über das Gebiet von Montalcino und bildete das Großherzogtum Toskana, aber weiterhin regierte er den neuen Staat (d. h. das Territorium Sienas) getrennt von dem alten. Seine Herrschaft war geschickt und despotisch, aber seine enormen Ausgaben veranlassten ihn, große Geldsummen durch Maßnahmen aufzutreiben, die untauglich für das Land und das Volk waren. So trug das Großherzogtum von Anbeginn an die Wurzeln seines zukünftigen Niedergangs in sich.

Cosimo übertrug Ämter oft auf Männer niederer Herkunft, von denen er sich mehr Gefügigkeit versprach. Er liebte es aber auch, von einer Hofaristokratie nach spanischem und französischem Muster umgeben zu sein. Da keine toskanische Aristokratie mehr existierte, ernannte er neue Adlige und lockte fremde mit verschiedenen Feudalprivilegien an. Er gründete den Ritterorden Santo Stefano, der mit der Verteidigung der Küsten gegen Piraten betraut wurde und durch seinen Heldenmut dem Herzog Ehre einbrachte. Ebenso richtete er eine kleine stehende Armee zum Schutz der Grenzen ein; im Allgemeinen setzte er aber deutsche und spanische Truppen für seine Kriege ein und hatte stets eine fremde Leibwache.

Zu Beginn seiner Herrschaft opponierte er gegen die Päpste, um die Unabhängigkeit seines eigenen Staats zu bewahren. Aber später unterwarf er sich ihnen auf vielerlei Weise und lieferte sogar seinen eigenen Vertrauten Pietro Carnesecchi der Inquisition aus, die ihn der Häresie anklagte und 1567 enthauptete und verbrannte.

Im Gegenzug für diese Zeichen der Unterwerfung brachten die Päpste ihm ihre Gunst entgegen. Am 27. August 1569 verlieh Pius V. ihm in einer päpstlichen Bulle den langersehnten Titel "Großherzog der Toskana" und krönte ihn am 18. Februar 1570 in Rom, wenn auch unter anderem der Kaiser sein Einverständnis bis zum Ende versagte. Erst 1575 wurde der Titel von Kaiser Maximilian II. gegenüber Francesco de' Medici bestätigt. Damit stieg die Familie der Medici unter die ersten Familien Europas auf.

Die für die Toskana schädlichste Maßnahme war das Steuersystem, das nur bezweckte, eine möglichst hohe Summe an Geld auszupressen. Der dadurch verursachte Schaden für Gewerbe, Handel und Landwirtschaft war enorm und führte zusammen mit den Schäden durch den Krieg mit Siena zum Ruin. Andererseits ergriff Cosimo aber auch nützliche Maßnahmen für den inneren Wohlstand des Staates. Er baute die Universität Pisa wieder auf, vergrößerte die Universität Siena und führte öffentliche Bauten wie die Ponte Santa Trinita in Florenz aus. Während der großen Überschwemmungen von 1557 setzte er sich dafür ein, die Notleidenden zu unterstützen.

Die letzten Jahre

1539 hatte er Eleonora von Toledo, die Tochter des Vizekönigs von Neapel aus dem Haus Álvarez de Toledo geheiratet. 1562 starben zwei ihrer Söhne und bald darauf auch die Mutter auf einer Reise in Pisa. Es wurde gemunkelt, dass einer der Jungen, Don Garcia, den anderen ermordet und dann vom erzürnten Vater getötet worden sei. Weiterhin wurde Cosimo beschuldigt, für den Tod seiner Gattin verantwortlich zu sein, aber genau wie die andere Behauptung wird auch diese durch nichts gestützt. Wahrscheinlicher ist die Annahme, dass alle drei an Malaria verstorben sind.

Inzwischen war er von Krankheit gezeichnet. 1564 übergab er die Regierung seinem ältesten Sohn, der allerdings zunächst als sein Leutnant agieren sollte, so dass er im Notfall die Macht wieder an sich nehmen konnte. 1570 heiratete er auf Anraten von Pius V. die junge Camilla Martelli. 1574 starb er im Alter von 54 Jahren, nach einer Herrschaft von 37 Jahren.

Nachkommen

Seine älteste Tochter Bia war illegitim und lange vor der Hochzeit geboren worden. Mit Eleonora, der er stets treu war, hatte Cosimo zehn Kinder. Mit Camilla hatte er nochmals drei Nachkommen. Die meisten seiner Kinder starben jung. Die beiden Söhne Francesco und Ferdinando wurden nacheinander seine Nachfolger.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Edmund Tudor (1431-1456)

Edmund Tudor, 1. Earl of Richmond, kam am 11. Juni 1431 im Much Hadham Palace in Hertfordshire als Sohn von Owen Tudor und Katharina von Valois (ehemals Frau von König Heinrich V. von England) zur Welt.

Da nicht genau nachgewiesen werden kann, ob seine Eltern vor seiner Geburt geheiratet haben, ist es umstritten, ob er ein legitimes Kind war. Seine Mutter zog sich 1436 in das Kloster von Bermondsey zurück und starb im folgenden Jahr.

Edmund und sein Bruder Jasper wurden Catherine de la Pole, der Äbtissin von Barking Abbey übergeben, in deren Obhut sie bis 1440 blieben. Anschließend wurden sie am Hof ihres Halbbruders König Heinrich VI. erzogen.

Edmund wurde am 15. Dezember 1449 zum Knight of the Bath geschlagen. Sein Halbbruder übergab ihm zahlreiche Güter, berief ihn ins Privy Council und erhob ihn am 23. November 1452 zum Earl of Richmond. Im Februar 1453 brachte Margaret Beauchamp, die Witwe von John Beaufort, 1. Duke of Somerset ihre zehnjährige Tochter Margaret Beaufort an den königlichen Hof. Der König machte Edmund und seinen Bruder Jasper zum Vormund von Margaret und befürwortete schließlich die Hochzeit von Edmund mit Margaret, die am 1. November 1455 stattfand. Die Braut war zu der Zeit zwölf Jahre alt und wurde im folgenden Jahr schwanger.

Zu Beginn der Rosenkriege ging Edmund nach Südwales, um dort die Position des Hauses Lancaster zu festigen. Mit dem bisherigen königlichen Stellvertreter in Südwales, Gruffudd ap Nicolas, geriet er über seine Kompetenzen in Streit. Im August 1456 wurde er Constable von Carmarthen Castle, der wichtigsten königlichen Burg in Südwestwales. Daraufhin marschierten William Herbert und Walter Devereux, zwei führende Anhänger des Hauses York, mit einer 2000 Mann starken Armee von Herefordshire nach Carmarthen, eroberten die Burg und nahmen Edmund gefangen. Edmund starb am 1. November 1456, ein Jahr nach seiner Hochzeit, als Gefangener in Carmarthen an der Pest. Seine Frau war zu ihrem Schwager Jasper nach Pembroke geflüchtet, wo am 28. Januar 1457 ihr Sohn Heinrich Tudor, der spätere König Heinrich VII. geboren wurde.

Edmund wurde in der Franziskanerkirche von Carmarthen begraben. Nach der Zerstörung der Kirche während der Reformation 1536 wurde sein Leichnam in die Kathedrale von St Davids überführt.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Leopold I. von Österreich (1640-1705)

Leopold Ignaz Joseph Balthasar Franz Felician aus dem Hause Habsburg kam am 9. Juni 1640 in Wien zur Welt. Er war der Sohn von Kaiser Ferdinand III. (1608–1657) und dessen Gemahlin, der spanischen Infantin Maria Anna.

Er war von 1658 bis 1705 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie König in Germanien (ab 1654), Ungarn (ab 1655), Böhmen (ab 1656), Kroatien und Slawonien (ab 1657). 

Machtpolitisch stand seine Regierungszeit im Westen ganz im Zeichen der Abwehr der französischen Expansion unter Ludwig XIV. Im Südosten wurden die habsburgischen Territorien zunächst noch durch die osmanische Expansion, mit dem Höhepunkt der Zweiten Belagerung der Stadt Wien, bedroht. Die kaiserlichen Feldherren waren letztlich militärisch erfolgreich und es kam zu einer Gegenoffensive, die zum Gewinn ganz Ungarns führte. Dadurch wuchs der Habsburger Machtbereich noch stärker als zuvor über das Heilige Römische Reich hinaus. Leopolds Regierungszeit gilt daher auch als Beginn der Großmachtstellung der Habsburgermonarchie. Innenpolitisch setzte Leopold in den Habsburger Ländern auf einen absolutistischen Herrschaftsstil. In seine Zeit fällt auch ein letzter Höhepunkt der Gegenreformation. Im Reich dagegen trat er als Bewahrer des Ausgleichs der Konfessionen auf. Durch eine geschickte Politik gelang es ihm, das Kaisertum zum letzten Mal zu einer starken Bedeutung zu führen. Der Tod des letzten spanischen Königs aus dem Haus Habsburg Karl II. führte zum Spanischen Erbfolgekrieg, in dem Leopold die Erbfolge seiner Familie vertrat.

Ehen und Nachkommen

  • in erster Ehe anno 1666 seine Nichte und Cousine Margarita Teresa von Spanien (1651–1673), die Tochter von Philipp IV. von Spanien und dessen Gattin Maria Anna von Österreich. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:
  • In zweiter Ehe heiratete er anno 1673 in Graz seine Cousine 2. Grades Claudia Felizitas von Österreich-Tirol (1653–1676). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, die jung starben:
  • In dritter Ehe heiratete er anno 1676 in Passau seine Cousine 2. Grades Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg (1655–1720), Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm und dessen Gattin Elisabeth von Hessen-Darmstadt. Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor:

Tod und Bestattung

Leopold I. starb am 5. Mai 1705 in Wien. Seine Beisetzung ist ein typisches Beispiel für das Bestattungsritual, wie es in der Barockzeit bei hochgestellten Persönlichkeiten praktiziert wurde. Nach seinem Tod wurde Leopold I. drei Tage lang öffentlich aufgebahrt: Bekleidet mit einem schwarzseidenen Mantel, Handschuhen, Hut, Perücke und Degen wurde sein Körper zur Schau gestellt, neben dem Katafalk standen Leuchter mit brennenden Kerzen. Auch die Insignien der weltlichen Macht, wie Kronen und Ordenszeichen, waren repräsentiert.

Nach der öffentlichen Zurschaustellung wurde die Leiche in einen mit kostbaren Stoffen ausgekleideten Holzsarg gelegt, dieser dann nach den öffentlichen Feiern in die Wiener Kapuzinergruft überführt und dort in den schon zu Lebzeiten des Kaisers aufwendig gestalteten Metallsarkophag gehoben.

Die Konservierung des Leichnams war unmittelbar vor der öffentlichen Aufbahrung vorgenommen worden: Die schnell verwesenden inneren Organe hatte man entfernt, die Hohlräume mit Wachs gefüllt und die Leiche auch an der Oberfläche mit desinfizierenden Tinkturen behandelt. Die aus der Leiche entfernten Körperteile wurden in Seidentücher gehüllt, in Spiritus eingelegt, die Behältnisse dann zugelötet. Das Herz und die Zunge des Kaisers legte man in einen vergoldeten Silberbecher, der in die Herzgruft der Habsburger kam. Seine Eingeweide, seine Augen und sein Gehirn wurden in einem vergoldeten Kupferkessel in der Herzogsgruft des Wiener Stephansdoms bestattet.

Leopold I. (HRR) gehört zu jenen 41 Personen, die eine „Getrennte Bestattung“ mit Aufteilung des Körpers auf alle drei traditionellen Wiener Begräbnisstätten der Habsburger (Kaisergruft, Herzgruft, Herzogsgruft) erhielten.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden (1702-1761)

Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden kam am 7. Juni 1702 als Sohn des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden und dessen Gemahlin Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg in Ettlingen zur Welt. Ludwig Georg Simpert, der wegen seiner Leidenschaft für die Jagd "Jägerlouis" genannt wurde, war von 1707 bis zu seinem Tod Markgraf von Baden-Baden.

Am 8. Juni 1702 wurde Ludwig Georg Simpert unter freiem Himmel vor der von den Franzosen niedergebrannten Martinskirche in Ettlingen getauft. Der junge Ludwig Georg bereitete seiner Mutter während seiner Kindheit viele Sorgen, er schien zurückgeblieben zu sein und begann erst mit sechs Jahren, bei einer Wallfahrt nach Maria Einsiedeln, zu sprechen. Aus Dankbarkeit ließ die Markgräfin in Schlackenwerth eine Kapelle nach dem Vorbild von Maria Einsiedeln erstellen. Sie nannte ihn daher auch das Einsiedlerkind.

Im Alter von 16 Jahren verliebte sich der junge Prinz in Maria Leszczynska, die Tochter des ehemaligen Königs von Polen, doch seine Mutter wusste eine tiefere Verbindung durch eine Wallfahrt nach Rom zu verhindern.

Ludwig Georg übernahm am 22. Oktober 1727 im Alter von 25 Jahren die Regentschaft von seiner Mutter, die nach dem Tode von Ludwig Wilhelm die Markgrafschaft Baden-Baden verwaltet hatte, bis Ludwig Georg alt genug war, die Regentschaft zu übernehmen. Franziska Sibylla Augusta zeigte sich in Geldgeschäften als sehr geschickt und schaffte es nicht nur, die Schulden der Markgrafschaft zu tilgen, sondern übergab Ludwig Georg bei dessen Amtsantritt noch ein beachtliches Vermögen. Franziska Sibylla Augusta zog sich nach der Übergabe der Macht auf ihr Wittum Schloss Ettlingen zurück und widmete sich der Ausgestaltung von Schloss und Kapelle.

Eine große militärische Laufbahn, wie sie sein Vater hatte, erreichte Markgraf Ludwig Georg nicht, er frönte viel lieber seiner Jagdleidenschaft. Er war von 1707 bis 1731 Inhaber des 4. Kreis-Infanterie-Regiment (mixt.) des Schwäbischen Reichskreises (1717 Generalwachtmeister zu Fuß, 1728 Generalfeldmarschallieutenant), doch während des polnischen Thronfolgekrieges jagte er lieber auf seinen Besitzungen in Böhmen. Er kehrte erst nach dem 1735 in Wien geschlossenen Präliminarfrieden zum Wiener Vertrag zurück.

Der streng katholische Regent stiftete 1736 eine Klosterschule der Piaristen in Rastatt. Die Klosterschule Patres scholarum piarum (lat. Väter der frommen Schulen) war ein 1597 von José Calasanz gestifteter Orden, der 1721 vom Papst bestätigt wurde. Der Orden gab sich die Aufgabe des unentgeltlichen Unterrichts.

Nach seinem Tod 1761 folgte ihm sein Bruder August Georg Simpert als Regent der Markgrafschaft Baden-Baden.

Ludwig Georg wurde in der Stiftskirche zu Baden-Baden, der Grablege der markgräflichen Familie, bestattet.

Ehen und Nachkommen

Im Sommer 1720 reiste Ludwig Georg Simpert mit seiner Mutter nach Prag, wo er seine spätere Frau auf Schloss Frauenberg kennenlernte. Die Mutter war mit dieser Wahl einverstanden und reiste nach Wien, um das Einverständnis des Kaisers einzuholen. Ludwig Georg Simpert heiratete daraufhin am 18. März 1721 auf Schloss Krumau Maria Anna von Schwarzenberg, Tochter des Fürsten Adam Franz. Aus der ersten Ehe gingen vier Kinder hervor.

Nach dem Tode von Maria Anna von Schwarzenberg im Jahre 1755 heiratete er am 20. Juli 1755 Maria Anna Josepha von Bayern, die am 7. August 1734 geboren wurde und am 7. Mai 1776 verstarb. Sie war die Tochter des Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern, des späteren Kaisers Karl VII. Die Ehe blieb kinderlos, so dass der Markgraf am 22. Oktober 1761 in Rastatt ohne männlichen Nachfahren verstarb.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Joseph I. von Portugal (1714-1777)

Joseph I. von Portugal kam am 6. Juni 1714 als Sohn des Königs Johanns V. von Portugal und dessen Gemahlin Erzherzogin Maria Anna von Österreich in Lissabon zur Welt. Der aus Hause Braganza stammende Joseph I. war von 1750 bis 1777 König von Portugal.

Während der Regierungszeit seines Vaters kritisierte er dessen Verschwendungssucht und Unterstützung der Inquisition. Als Joseph nach dem Tode seines Vaters 1750 den Thron bestieg, berief er deshalb Adlige in seinen Beraterkreis, die in Opposition zu seinem Vater gestanden hatten, darunter Sebastião José de Carvalho e Melo, ab 1769 Marquis von Pombal.

Joseph war als Herrscher mehr an seinen Bauten, der Kirche und der Oper als an den Regierungsgeschäften interessiert. Nach seiner Thronbesteigung vergrößerte der spätere Marquis von Pombal deshalb schnell seinen politischen Einfluss und stieg zu einer Art Regierungschef auf; kurz darauf wurde er zum Außenminister ernannt.

Am 1. November 1755 zerstörte das verheerende Erdbeben von Lissabon die Hauptstadt fast vollständig. Außenminister José de Carvalho e Melo organisierte den Wiederaufbau und wurde 1756 zum Ersten Minister ernannt. In den nachfolgenden Jahren schuf er den Grundstein für das Eintreten Portugals in die Moderne. Anstelle des klerikalen Königreiches setzte der Marquis einen aufgeklärten Absolutismus. Dies brachte ihm schnell den Widerstand der Kirche ein. Die Jesuiten predigten, dass das Erdbeben Gottes Strafe für die Reformen des Marquis sei.

Am 3. September 1758 kam es zu einem Attentat auf Joseph. Der König war auf dem Heimweg nach Ajuda, wo er in einer Zeltstadt residierte, da sein Schloss bei dem Erdbeben von 1755 zerstört wurde. Er kam von einem Schäferstündchen mit seiner Mätresse und war daher ohne Eskorte. Auf dem Weg nach Ajuda wurde er überfallen und angeschossen. Die Täter wurden gefasst und gestanden unter der Folter, von den Tavoras beauftragt worden zu sein. Die Familie Tavora waren Mitglieder des Hochadels und standen in scharfer Opposition zum Marquis von Pombal. Pombal nutzte die Gelegenheit um die gesamte Familie des Hochverrats anzuklagen. Sogar der Lehrer von Leonora de Tavora, der Jesuitenmönch Gabriel Malagrida, wurde verhaftet und später auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Am 13. Januar 1759 wurde fast die gesamte Familie, außerdem ihr angeblicher Mitverschwörer, der Herzog von Aveiro, exekutiert, ihr Besitz konfisziert und ihr Name aus dem Adelsverzeichnis gestrichen. Nur der Königin war es zu verdanken, dass nicht alle Tavoras getötet wurden. Bis heute ist die Tavora-Affäre ungeklärt.

Joseph war mit der spanischen Bourbonenprinzessin Maria Anna Viktoria von Spanien (1718-1781) verheiratet. Trotzdem war er nicht bereit, England, den traditionellen Verbündeten Portugals, im Stich zu lassen, und dem spanisch-französischen anti-britischen Bündnis beizutreten. Spanische Truppen fielen daraufhin 1762 in Portugal ein, Spanien musste aber bereits 1763 Frieden schließen und Portugal wieder verlassen. Die letzten drei Jahre seiner Herrschaft führte die Königin die Regentschaft für den erkrankten König.

Joseph hinterließ keinen männlichen Erben. Der König stand deshalb vor der Wahl, entweder die weibliche Thronfolge zu ermöglichen, dann wäre seine Tochter Maria ihm auf den Thron gefolgt, oder an der männlichen Thronfolge festzuhalten, dann wäre sein jüngerer Bruder, Peter, als nächster in der Thronfolge berufen. Das Dilemma wurde dadurch gelöst, dass Joseph seinen Bruder mit seiner Tochter verheiratete. Gemeinsam bestiegen sie als Maria I. und Peter III. den Thron.

Joseph I. von Portugal verstarb am 24. Februar 1777 im Alter von 62 Jahren.

Quelle: Wikipedia
 
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Johann I. von Dänemark (1455-1513)

Johann I. von Dänemark kam am 5. Juni 1455 als Sohn des Königs Christian I. von Dänemark und dessen Gemahlin Dorothea von Brandenburg in Aalborg zur Welt. Johann I. war König von Dänemark (1481-1513), König von Norwegen (1483-1513) und als Johann II., König von Schweden (1497-1501), sowie Herzog von Schleswig und Holstein.

Christian I. hatte sich 1473 auf eine Pilgerreise nach Rom begeben und traf in Rothenburg ob der Tauber mit Kaiser Friedrich III. zusammen. Auf Bitten Christians erhob der Kaiser die Grafschaften Holstein und Stormarn zu einem Herzogtum und erklärte Dithmarschen zu einem Teil Holsteins. Die Dithmarscher Bauernrepublik erkannte diese Regelung nicht an, argumentierte mit der Zugehörigkeit zum Erzbistum Bremen und erwirkte eine päpstliche Bulle, die diese Zugehörigkeit auch bestätigte. Christian I. erlangte die Herrschaft über Dithmarschen bis zu seinem Tode nicht.

Nach dem Tod Christians I. am 22. Mai 1481 folgte Johann ihm als dänischer König nach. Die Regierungsübernahme verlief reibungslos, da die dänischen Landthingen Johann bereits 1467 gehuldigt hatten und seine Mutter, die Königinwitwe Dorothea, ihn als Thronfolger unterstützte.

Ende 1482 kam es zur Einigung, dass Johann I. und sein Bruder Friedrich zu Herzögen gewählt wurden. Johann I. übernahm bis zur Volljährigkeit seines Bruders 1489 die Regentschaft für ihn.

Die Dithmarscher sicherten sich 1493 durch die Verlängerung des Schutzbündnisses mit Lübeck, dem auch die Hansestädte Lüneburg und Hamburg beitraten, politische und militärische Rückendeckung. 1500 versuchten beide Herzöge, unter Berufung auf den kaiserlichen Lehnsbrief, die Bauernrepublik Dithmarschen ihrem Herzogtum einzuverleiben.

König Johann I. und sein Bruder Friedrich rüsteten zur Eroberung der Bauernrepublik ein Heer aus, dem etwa 150 Ritter aus den Adelsgeschlechtern Schleswigs und Holsteins sowie eine größere Anzahl Söldner angehörten. Auch zwei Vettern König Johanns, die Grafen Adolf und Otto von Oldenburg, schlossen sich dem Heereszug an. Am 17. Februar 1500 erlitt dieses Aufgebot in der Schlacht bei Hemmingstedt eine vernichtende Niederlage. Ein Großteil der Ritter sowie die beiden Oldenburger Grafen fielen in der Schlacht. Der König und sein Bruder entkamen nur mit knapper Not nach Meldorf und flohen dann weiter in ihre Herzogtümer.

Johann I. von Dänemark verstarb am 20. Februar 1513 im Alter von 57 Jahren.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Anton II. von Lothringen (1489-1544)

Anton II. von Lothringen, genannt "der Gute", wurde am 4. Juni 1489 als Sohn des Herzogs Renatus II. von Lothringen (René II de Lorraine) und dessen Gemahlin Philippa von Geldern in Bar-le-Duc geboren.

Nach dem Tod seines Vaters anno 1509 übernahm er den lothringischen Thron.

Anton war ein Gegner der lutherischen Bewegung. Im Bauernkrieg schlug er 1525 die aufständischen elsässischen Bauern bei Zabern. Anfänglich unter französischem Einfluss, näherte er sich nach 1530 der Reichspolitik Karls V. an. Dieser räumte ihm 1542 im Vertrag von Nürnberg große Selbständigkeit ein, welche die Loslösung Lothringens vom Reich einleitete.

Anton II. heiratete Renée de Bourbon-Montpensier (1494-1539), Tochter von Gilbert de Bourbon-Montpensier. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Franz (* 1517; + 1545), Anne (* 1522; + 1568), Nicolas (* 1524; + 1577)

Herzog Anton II. von Lothringen verstarb am 14. Juni 1544 im Alter von 55 Jahren.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Karl II. Franz von Österreich (1540-1590)

Karl II. Franz von Österreich kam am 3. Juni 1540 in Wien zur Welt. Er war stammt aus dem Haus Habsburg und ist der dritte Sohn des römisch-deutschen Königs und späteren Kaisers Ferdinand I.

Im Jahr 1564 ließ er sich kurz vor seines Vaters Tod in den ihm zugefallenen Ländern (Herzogtümer Steiermark, Kärnten, Krain und die Grafschaft Görz) huldigen und trat die Regentschaft in Innerösterreich an.

Karl ehelichte am 26. August 1571 in einer prunkvollen Zeremonie seine bayrische Nichte Prinzessin Maria Anna, Tochter von Albrecht V., Herzog von Bayern. Aus der Ehe gingen 15 Kinder hervor.

Anders als sein Bruder Maximilian (II.) war er gläubiger Katholik und trieb die Gegenreformation voran, etwa indem er die Jesuiten ins Land holte. Zuvor hatte er den innerösterreichischen Ständen 1572 in den Grazer Religionspazifikationen und 1578 im Brucker Libell erhebliche Zugeständnisse machen müssen, die in der Praxis auf eine Duldung des Protestantismus hinausliefen. Diese Zugeständnisse gegenüber den Protestanten versuchte er in der Folge rückgängig zu machen. Auf einer Konferenz in München im Jahr 1579 verabredete er mit dem päpstlichen Nuntius sowie Vertretern des Herzogtums Bayern, des Erzstifts Salzburg und der Grafschaft Tirol eine Strategie zur Rekatholisierung. Die katholische Obrigkeit sollte die Druckereien kontrollieren, die Abmachungen mit den Ständen zu ihren Gunsten allmählich aufweichen, das Patronatsrecht im katholischen Sinn nutzen, protestantische Prediger verhaften und ausweisen sowie den Bau von evangelischen Kirchen verhindern. Protestantische Funktionsträger sollten Katholiken weichen. Diese Beschlüsse hat er in seinem Territorium konsequent umgesetzt.

Da die innerösterreichische Linie die Hauptlast der Türkenkriege zu tragen hatte, wurde unter anderem 1579 die Festung Karlstadt (Karlovac) in Kroatien gegründet.

Bedeutend ist Karl auch als Förderer von Kunst und Wissenschaft, besonders der Komponist Orlando di Lasso wurde von ihm gefördert. 1573 gründete er das Akademische Gymnasium in Graz, 1585 die Universität in Graz. Sein Mausoleum in der Basilika Seckau, in dem auch acht andere Mitglieder der Familie Habsburg begraben sind, ist eines der bedeutendsten Bauwerke des Frühbarock im Südostalpenraum.

Karl II. Franz von Österreich verstarb am 10. Juli 1590 in Graz. Er wurde am 31. Oktober 1590 in der Gruft seines Mausoleums in der Basilika Seckau beigesetzt.

Quelle: Wikipedia
 
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Ferdinand I. von Neapel (1424-1494)

Ferdinand I. von Neapel kam am 2. Juni 1424 als außerehelicher Sohn von Alfons V. von Aragon in Valencia zur Welt.

Die Quellen sind sich über Ferdinands Mutter nicht einig, einige nennen Dona Margarita de Ixar, eine Hofdame von Alfons’ Frau, Königin Maria von Kastilien, die diese angeblich nach der Geburt ermorden ließ, andere Quellen nennen eine Vilardona Carlina.

Alfonso ließ seinen Sohn 1438 nach Neapel bringen, und erreichte 1440 die Anerkennung Ferdinands als ehelich geborenen Sohn durch Papst Eugen IV. Ferdinand wurde 1443 zum Prinzen von Kalabrien und Thronfolger in Neapel erklärt und vom Papst als solcher bestätigt.

Ferdinand I. war von 1458 bis 1494 König von Neapel. Er wird als "düster und grausam" beschrieben.

Kurz vor dem Tode Ferdinands I. verband sich Herzog Ludovico Sforza von Mailand, aufgereizt von ihm feindlich gesinnten Adel, mit Karl VIII. von Frankreich zur Geltendmachung der Rechte des Hauses Anjou auf den neapolitanischen Thron. Während seiner Bemühungen, dieses Bündnis wieder zu lösen, starb Ferdinand am 25. Januar 1494 im Alter von 69 Jahren in Genua.

Nachkommen

Mit seiner ersten Frau Isabella von Clermont (1424-1465) hatte Ferdinand sechs Kinder. 1465 verwitwet heiratete Ferdinand 1477 seine Cousine Johanna von Aragón (1454-1517), mit der er zwei Kinder hatte. Mit seiner Mätresse Diana Guardato hatte er drei Kinder. Mit seiner Mätresse Eulalia Ravignano hatte er eine Tochter. Mit seiner Mätresse Giovanna Caracciola hatte er vier Kinder. Bei seiner Tochter Lucrezia ist entweder Mätresse Giovanna Caracciola oder die Mätresse Eulalia Ravignano die Mutter.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Ferdinand Karl von Österreich-Este (1754-1806)

Erzherzog Ferdinand Karl Anton Joseph Johann Stanislaus von Habsburg-Lothringen kam am 1. Juni 1754 als Sohn von Kaiserin Maria Theresia von Österreich und Franz I. Stephan von Lothringen in Wien zur Welt.

Ferdinand Karl verbrachte als eines der jüngsten Kinder von Maria Theresia eine eher unbekümmerte Kindheit und Jugend, da seine älteren Brüder in der Thronfolge weit vor ihm standen. Maria Theresia schmiedete schon früh Heiratspläne für ihre vierzehn überlebenden Kinder. Im Rahmen dieser Eheverhandlungen sollten vorteilhafte dynastische Beziehungen aufgebaut werden. Deshalb wurde Erzherzog Ferdinand schon im frühesten Kindesalter mit der einzigen Tochter des Herzogs von Modena, Maria Beatrice d'Este (1750-1829), verlobt. Die junge italienische Prinzessin sollte einst das Herzogtum Modena von ihrem Vater erben. Am 15. Oktober 1771 heiratete der junge 17-jährige Erzherzog Ferdinand in Mailand Maria Beatrice.

Zu diesem feierlichen Anlass schrieb der 15-jährige Mozart die Oper Ascanio in Alba. Uraufgeführt wurde die Oper am 17. Oktober 1771 in Mailand im Teatro Ducale.

Ein Teil der Hochzeitsfeierlichkeiten war auch die Uraufführung der Oper Il Ruggiero von Johann Adolph Hasse.

Die Ehe zwischen Ferdinand Karl und Maria Beatrice verlief glücklich. Residenz war die Königliche Villa von Monza. Das Paar hatte neun Kinder und wurde zum Begründer der Linie Habsburg-Este. 1780 wurde Ferdinand Karl Statthalter der Lombardei, bis er von dort mit seiner Familie durch Napoleon vertrieben wurde. Politisch blieb er aber wie seine ältere Schwester Maria Christina als Statthalterin der Niederlande machtlos. Joseph II. ließ seinem Bruder nicht viel Spielraum. Trotzdem war das Paar vor allem wegen seines sozialen Engagements bei der Bevölkerung sehr beliebt.

Napoleons Einmarsch in Mailand im Jahre 1796 zwang die Familie zur Flucht vor den französischen Truppen. Nach Aufenthalten in Triest und Brünn ließ sich die Herzogin mit einem Teil der Kinder in Wiener Neustadt nieder, während Ferdinand mit den älteren Söhnen im Schloss Belvedere in Wien Residenz bezog.

1803 starb sein Schwiegervater, Ercole III. d'Este und Ferdinand erbte dessen Entschädigungslande, das Herzogtum Modena-Breisgau. Ebenfalls 1803 kaufte seine Gattin im Wiener Stadtzentrum ein Haus, wohin die gesamte Familie übersiedelte. Der Erzherzog konnte sich aber nicht lange an dem gemeinsamen Domizil erfreuen, da er bereits am Weihnachtstag 1806 an der Bauchwassersucht starb. Ferdinand Karl von Österreich-Este gehört zu jenen 41 Personen, die eine "Getrennte Bestattung" mit Aufteilung des Körpers auf alle drei traditionellen Wiener Begräbnisstätten der Habsburger (Kaisergruft, Herzgruft, Herzogsgruft) erhielten.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Manuel I. von Portugal (1469-1621)

Manuel I. von Portugal kam am 31. Mai 1469 in Alcochete zur Welt. Er stammte aus dem Hause Avis und gilt als einer der bedeutendsten Könige Portugals. Bereits bevor er zum Thronfolger bestimmt wurde, hatte Manuel hohe Ämter inne. So war er Herzog von Viseu und Beja und Großmeister des Christusordens. 1495 bestieg er den portugiesischen Thron.

1498 entdeckte Vasco da Gama den seit den Tagen Heinrichs des Seefahrers gesuchten Seeweg nach Indien. Es gelang der Aufbau eines ersten Kolonialreichs im Indischen Ozean zur Sicherung des Indienhandels sowie die Entdeckung Brasiliens. Portugal stieg zur Weltmacht auf und Manuel wurde zum reichsten Herrscher Europas.

Portugal erlebte unter Manuel I. eine bisher nicht gekannte kulturelle Blüte, das so genannte Goldene Zeitalter. Die überseeischen Aktivitäten des Landes begannen Früchte zu tragen, aus den Kolonien flossen große Mengen an wertvollen Waren, Gold und Silber ins Mutterland. Da der Überseehandel nach Afrika und Asien königliches Monopol war und die neuen Kolonien zu Krongut erklärt wurden, profitierte vor allem der König selbst von diesem Reichtum. Manuel errichtete damit phantastische Bauten im nach ihm benannten Manuelinischen Stil. Auch das Rechts-, Bildungs- und Gesundheitswesen wurden unter seiner Herrschaft reformiert.

Judenverfolgung und Heiratspolitik

Juden lebten schon seit der Spätantike, also noch vor der christlichen Zeit und vor der Gründung des Königreiches Portugal, im Lande. Ab 1490 wurden jedoch in den Cortes, dem portugiesischen Adelsparlament, verstärkt Klagen über die Juden als Geldverleiher laut. 1492 vertrieben die Katholischen Könige die Juden aus ihren Gebieten, 60.000 von ihnen flohen nach Portugal. In den Verhandlungen mit den Katholischen Königen, die 1497 zur Hochzeit des Königs mit ihrer Tochter Isabella von Aragón und Kastilien führte, verlangten sie, dass auch Portugal seine Juden ausweisen solle. Dies geschah 1496. Allerdings sollten diejenigen Juden bleiben dürfen, die sich taufen ließen. 1504 und 1506 kam es in Lissabon jedoch zu anti-jüdischen Pogromen gegen die sogenannten "Neuen Christen" (Cristãos-Novos).

Mit den Katholischen Königen war auch vereinbart worden, die drei großen iberischen Reiche (also Portugal, Kastilien und Aragon) durch eine gezielte Heiratspolitik zu vereinigen. Nachdem in Spanien 1497 der Thronfolger verstorben war, war Isabella designierte Erbin der Katholischen Könige. Allerdings verstarb sie schon zwei Jahre nach der Heirat mit Manuel I. an Komplikationen nach der Geburt ihres ersten Sohnes.

Zwar heiratete Manuel nach dem Tode Isabellas erneut eine Tochter der Katholischen Könige, die Infantin Maria. Doch nicht sie, sondern ihre ältere Schwester Johanna ("die Wahnsinnige") erbte die spanische Krone, die über ihre Ehe mit Philipp dem Schönen schließlich an die Habsburger fiel. Auch mit dem neuen Herrschergeschlecht knüpfte Manuel I. noch verwandtschaftliche Beziehungen an. Nach dem Tode Marias heiratete er in letzter Ehe Eleonore, eine Schwester des römisch-deutschen Kaisers Karl V. (als Karl I. König von Spanien).

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Johann von Ledebur-Wicheln (1842-1903)

Johann Joseph Benno Graf von Ledebur-Wicheln wurde am 30. Mai 1842 im gräflichen Schloss in Krzemusch geboren. Er war ein Sohn von Adolph Benno Graf von Ledbur-Wicheln und dessen Gemahlin Johanna von Nostitz-Rieneck. 

Johann von Ledebur-Wicheln stammt aus dem alten westfälischen Adelsgeschlechts Ledebur-Wicheln. Er studierte Rechtswissenschaften in Prag und unternahm anschließend Studienreisen nach Deutschland und England, wo er sich mit landwirtschaftlichen Fragen befasste. Von 1883 bis 1893 war er Mitglied des böhmischen Landtags. 1889 wurde er ein lebenslanges Mitglied der Abgeordnetenkammer.

Vom 30. September 1895 bis zum Sturz der Regierung am 30. November 1897 war er Landwirtschaftsminister im Kabinett von Ministerpräsident Vláde Kazimíra Badeniho. Er versuchte, auf den von seiner Vorgängerin Julie von Falkenhayn geplanten Agrarreformen aufzubauen. Er förderte die landwirtschaftliche Genossenschaftshaltung und die Entwicklung der landwirtschaftlichen Berufsausbildung und gründete im Januar 1898 das erste landwirtschaftliche Lager im niederösterreichischen Pöchlarn.

1898 kehrte er in den bömischen Landtag zurück, als er im Januar 1898 in einer Nachwahl zur Kurie der Landbesitzer gewählt wurde.

Johann Joseph Benno Graf von Ledebur-Wicheln war seit 19. November 1867 mit Karolina Ernestine Czernin von Chudenitz verheiratet, mit der er 5 Kinder hatte. Er verstarb am 14. Mai 1903 im Alter von 60 Jahren.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".

Hieronymus Moosbrugger (1807-1858)
Hieronymus Moosbrugger wurde am 29. Mai 1807 als Sohn des Josef "Simon" Moosbrugger und dessen Gattin Maria "Katharina" geb. Moosmann in Schoppernau, Bregenzerwald geboren. Er war ein österreichischer Stuckbildhauer und Kunstmarmorierer und stammte aus der für ihre Baumeister, Stuckateure und Maler berühmten Moosbruggerfamilie. Er gilt als der letzte Vertreter der Vorarlberger Bauschule (Auer Zunft).
 
Moosbrugger lernte seine Frau Karoline Mertens in Braunschweig kennen. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne und vier Töchter hervor. Im Jahre 1845 übersiedelte die Familie nach Wöllerdorf bei Wiener Neustadt.
 
Hieronymus Moosbrugger verstarb am 12. Dezember 1858 im Alter von 51 Jahren in Wöllersdorf.
 
Ihm zu Ehren wurde am 16. August 1908 an seinem Geburtshaus in Schoppernau eine Gedenktafel angebracht und 1909 die Moosbruggergasse in Wien-Meidling benannt.
 
Moosbrugger war anfänglich in Tirol als Kirchendekorateur tätig. Dadurch wurde König Ludwig I. von Bayern auf ihn aufmerksam und erteilte ihm zwischen 1830 und 1834 Aufträge. Ab 1839 arbeitete Moosbrugger an zahlreichen Palais und Kirchen in Wien. Von ihm stammen die Marmorstuckarbeiten in:
 
  • Wien, Hofburg (Wände und Decken des Zeremoniensaals und der Säulenkolonnade des Rittersaals)
  • Wien, Liechtensteinsches Majoratsgebäude, Bankgasse 9 (1841-45)
  • Wien, Esterházypalais, Wallnerstraße 4
  • Wien, Palais Erzherzog Rainer
  • Wien, Niederösterreichisches Landhaus (Marmorsaal)
  • Wien, Altes Rathaus (Gemeinderats-Sitzungssaal)
  • Wien, Palais Pálffy an der Wallnerstraße
  • Wien, Palais Pallavicini
  • Wien, Palais Lobkowitz
  • Wien, Palais Schwarzenberg, Neuer Markt 8
  • Wien, Palais Dietrichstein, Währinger Straße 30
  • Wien, Palais Harrach
  • Wien, Palais Palm
  • Wien, Palais Rothschild, Rennweg
  • Wien, Griechische Kirche, Fleischmarkt 13
  • Wien, Arsenal, Heeresgeschichtliches Museum (Stiegenhaus)
  • Wien, Österreichisch-ungarische Bank, Freyung 2
Quellen: Wikipedia, Gemeinde Schoppernau, Kirchenbücher
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Ortsfamilienbuch "Schoppernau".
Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg (1562-1609)

Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg kam am 29. Mai 1562 zur Welt. Er war der zweite Sohn Wilhelms V. von Jülich-Kleve und der Tochter Kaiser Ferdinands I., Maria von Habsburg. Mit elf Jahren wurde er Bischof des Bistums Münster.

Am 4. September 1573 erhielt er ein Kanonikat am Kölner Dom. Schon zwei Jahre vorher hatte ihn Johann von Hoya, Bischof von Osnabrück, Münster und Paderborn durch Vertrag vom 23. Dezember 1571 zum Koadjutor für das Hochstift Münster angenommen. Am 5. April 1574 starb Bischof Johann; am 28. April wurde Johann Wilhelm vom münsterschen Kapitel einstimmig zum Nachfolger erwählt unter dem Vorbehalte, dass die Regierung des Stiftes bis zu seiner Mündigkeit von Bevollmächtigten des Kapitels (insbesondere dem Domscholaster Konrad von Westerholt) und der weltlichen Landstände geführt werden sollte.

Gleich im folgenden Jahre eröffnete jedoch der Tod seines älteren Bruders Karl Friedrich dem Prinzen die Anwartschaft auf die Vereinigten Herzogtümer und Grafschaften Jülich, Kleve, Berg, Mark und Ravensberg und rief somit denselben von der geistlichen Laufbahn ab.

Schon am 14. September 1584 hatte er sich mit der Markgräfin Jakobe von Baden verlobt; am 16. Juni 1585 wurde in der Schlosskapelle des Düsseldorfer Schlosses die Vermählung mit ihr vollzogen und unter ungeheurer Prachtentfaltung in der vom Truchsessischen Krieg umtobten Hauptstadt des Tripelherzogtums gefeiert. Die Heirat war herbeigeführt worden, um den Jungherzog der Restaurationspartei zu sichern.

Muzio Attendolo Sforza (1369-1424)

Jacopo Attendolo kam am 28. Mai 1369 in Cotignola zur Welt. Er wurde der Anführer der Bande von Abenteurern, die ihn zuvor entführt hatte. Wegen seiner herkulischen Kraft wurde er "Sforza" genannt und nannte sich fortan "Muzio Attendolo Sforza".

Sforza gelang es 1411 die Herrschaft Cotignola zu erwerben, diese wurde zu seinen Gunsten in eine Grafschaft erhoben, wodurch er zum ersten Grafen von Cotignola aufstieg.

Er kämpfte für Perugia, Mailand und Florenz, diente in Neapel unter Königin Johanna II., kämpfte gegen die Spanier. Er diente auch Papst Martin V., der von 1417 bis 1431 im Amt war.

In seinem Dienst für Johanna II. beherrschten Sforza und ihr Liebhaber Pandolfo Alopo die Königin völlig, während die Barone des Königreichs ihr einen Ehemann an die Seite stellen wollten, der stark genug sein sollte, die Macht ihrer Favoriten zu brechen. Die Wahl fiel auf Jakob II. von La Marche (1370-1438), der Pandolfo Alopo töten und Sforza einkerkern ließ. Nachdem Sforza aus dem Kerker entlassen wurde, kämpfte er erneut für Königin Johanna II.

Der aus bäuerlicher Herkunft stammende Condottiere Muzio Attendolo Sforza war viermal verheiratet, hatte zumindest 15 Kinder, neben legitimen auch eine große Zahl außerehelicher, später legitimierter Kinder. 

Muzio Attendolo Sforza ertrank am 4. Januar 1424 auf einem Feldzug im Fluss Pescara bei L'Aquila.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".

Josef I. Johann Adam von Liechtenstein (1690-1732)

Josef I. Johann Adam kam 27. Mai 1690 als Sohn des Fürsten Anton Florian von Liechtenstein und dessen Gattin Eleonora Barbara Catharina, Gräfin von Thun und Hohenstein, in Wien zur Welt. Er diente schon in jungen Jahren im kaiserlichen Heer und kämpfte so im Spanischen Erbfolgekrieg mit.

Im Jahre 1712 wurde er im Zuge der Krönungsfeierlichkeiten Karls VI. zu dessen Kämmerer ernannt. Ein Jahr später wurde er schon zum Prinzipalkommissar am Mährischen Landtag erhoben. Aufgrund der Herkunft und der militärischen und politischen Funktion, wurde Josef Johann Adam von Liechtenstein 1721 bei seinem Regierungsantritt in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen. Ab 1723 fungierte er als Geheimer Rat und eröffnete so 1729/30 als kaiserlicher Prinzipalkommissar den Fürstentag in Schlesien.

Da Fürst Josef aber auf wirtschaftliche Erfolge aus war, hielt dieser sich im Allgemeinen vom Hof und vom Hofdienst fern, da dort das Leben und Repräsentieren ziemlich kostspielig war. Er war nämlich ein guter und erfolgreicher Verwalter seiner Güter. Er berief hierzu den sehr fähigen Karl Joseph von Gillern als dirigierenden Hofrat. Als ruhiger Herrscher gelang es ihm sogar, seine zerstrittene Familie, die um das Erbe des Fürsten Johann Adam von Liechtenstein stritt, zu beruhigen und zu besänftigen. Das war auch dringend nötig, denn schließlich war seine Herrschaft in ernster Gefahr, falls er das Erbe abgeben müsste. Sein Rechtsanspruch auf den Liechtensteiner Thron wäre damit nichtig geworden.

Josef I. Johann Adam von Liechtenstein war viermal verheiratet und dreimal verwitwet. Am 1. Dezember 1712 heiratete er in Wien Gabriele Prinzessin von und zu Liechtenstein. Das Ehepaar war mehrfach blutsverwandt: Cousins 3. Grades (Gemeinsame Vorfahre ist ihr UrUrGroßvater Hartmann II. von Liechtenstein (1544-1585) und Cousins 7. Grades (Gemeinsamer Vorfahre ist Georg III. von Liechtenstein-Nikolsburg (ca. 1396-1444). Aus dieser Ehe stammt Prinz Karl Anton (1713-1715), der bereits mit zwei Jahren verstarb.

Nach dem Tode seiner Gattin Gabriele heiratet er die Gräfin Maria Anna von Thun-Hohenstein (1698-1716). Sie war seine Cousine 2. Grades (Gemeinsamer Vorfahre ist ihr UrGroßvater Johann Sigmund von Thun und Hohenstein (1594-1646). Am 3. August 1716 heiratete er in dritter Ehe die Gräfin Maria Anna von Oettingen-Spielberg (1693-1729). Mit ihr hatte er drei Kinder. Nach dem Tod seiner dritten Gattin heiratete er am 22. August 1729 in Vaduz die Gräfin Maria Anna von Kottulinsky, Baronin von Kottulin und Krzizkowitz (1707-1788).

Josef I. Johann Adam von Liechtenstein war von 1721 bis 1732 der 6. Fürst von Liechtenstein. Er verstarb am 17. Dezember 1732 in Feldsberg. Sein Grab befindet sich in der Gruft des Hauses Liechtenstein in Vranov u Brna (Mähren).

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".

 

Alois II. von Liechtenstein (1796-1858)

Alois II. von und zu Liechtenstein kam am 26. Mai 1796 als zweites Kind des kaiserlich-königlichen Obersten und späteren Generalfeldmarschalls und Fürsten Johann I. Josef und seiner Gattin Josefa Sophie Landgräfin zu Fürstenberg-Weitra in Wien zur Welt. Er war von 1836 bis zu seinem Tode 11. Fürst von Liechtenstein. Eine nach der Revolution von 1848 von ihm erlassene liberale Verfassung hatte nur kurzen Bestand.

Bei der Thronfolge seines Vaters 1805 wurde er zum Erbprinzen. 1806 bis 1813 war sein jüngerer Bruder Karl Johann Nepomuk (1803-1871) nominell Regent von Liechtenstein. Seine Bildungsreise führte Prinz Alois nach Italien, der Schweiz, England und Schottland.

Der Erbprinz heiratete am 8. August 1831 Gräfin Franziska Kinsky von Wchinitz und Tettau (1813-1881). Das Ehepaar hatte 11 Kinder.

Beeinflusst von seinen Erfahrungen mit dem politischen System Englands tendierte er zu einer liberalen Aristokratie in konservativer Gesellschaft. Nach Erbe des großen Majorats am 20. April 1836 ließ er das Stadtpalais Liechtenstein in Wien und Schloss Eisgrub umgestalten. Er restaurierte auch die Liechtenstein-Kapelle im Stephansdom in Wien und erweiterte die fürstlichen Gemäldesammlungen.

1842 besuchte er als erster regierender Fürst sein Land (Liechtenstein). Am 1. August 1842 erließ er auf Schloss Vaduz ein neues Hausgesetz, in dem die Primogenitur im Sinne der pragmatischen Sanktion von 1713 neu geregelt wurde. 1847 folgte ein weiterer Besuch in Liechtenstein. In Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen wurde die Rheinregulierung begonnen. 1852 unterzeichnete Alois II. einen Zollvertrag mit Österreich. 1849 erließ der Fürst eine provisorische Verfassung für das Fürstentum Liechtenstein, die den Forderungen der Einwohner etwas entgegenkam.

Alois II. von und zu Liechtenstein verstarb am 12. November 1858 im Alter von 62 Jahren im Schloss Eisgrub (heute Schloss Lednice). Er und seine Gattin wurden in der Neuen Gruft der liechtensteinischen Familiengruft in Wranau, nördlich von Brünn, beigesetzt.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".