Wappen derer von Reitnaw in Siebmachers Wappenbuch von 1605

Raitenau ist der Name eines süddeutschen Adelsgeschlechts, das vom 14. bis ins 17. Jahrhundert im Bodenseeraum angesiedelt war.

Geschichte der Herren und Grafen von Raitenau

Die Raitenauer sollen ursprünglich in der Herrschaft Lenzburg auf einer Burg mit ihrem Namen sowie in Chur angesiedelt gewesen sein. Seit 1325 sind die Raitenaus in Vorder-Raitenau (auch: Unter-Raitenau) im Allgäu in der Nähe von Lindau nachgewiesen.

Die Raitenaus verkauften 1376 ihre Wasserburg Unter-Raitenau an Hans Hübschlin, einen Patrizier aus Ravensburg. In der Folge sind Raitenauer in Diensten der Klöster St. Gallen und Lindau, der Grafen von Montfort und der Habsburger. Seit dem 15. Jahrhundert besaßen sie die Burg Ober-Lochau und auch die alte Burg Hofen.

Ihr Erbbegräbnis hatte die Familie seit 1380 im Kloster Langnau bei Tettnang. Ohne dass die Stammfolge abgesichert ist, sind im 15. und frühen 16. Jahrhundert weitere Raitenauer berühmt: Werner war 1416-1435 Abt der Benediktinerabtei Pfäfers im Kanton St. Gallen, Friedrich 1445-1478 in gleicher Funktion. Vier Familienangehörige waren Äbtissinnen im Kloster Cazis im Hinterrheintal: Hildegard, ca. 1400-1438, Margareta, 1486-1508, Clara, 1508-1525, Scholastica, 1525-1537.

Schloss Hofen in Lochau am Bodensee
Schloss Hofen in Lochau am Bodensee

Hans Werner I. war Mitglied der Rittervereinigung zum St. Jörgenschild im Hegau, Allgäu und Bodensee und Vogt zu Hohentann bei Kempten. Sein Sohn Hans Jakob, in Chur gesessen (1534), war vermutlich Bürgermeister von Chur. Hans Rudolf von Raitenau war von 1507 bis 1523 Fürstabt des Klosters Kempten. Hans Werner II. war ebenfalls Vogt zu Hohentann, dann auch zu Neuburg am Rhein, 1530 wurde er durch König Ferdinand I. mit der Burg Hofen belehnt.

Hans Gaudenz von Raitenau erhielt 1562 die Burg Hofen als Österreichisches Lehen und ließ an dieser Stelle in den Jahren 1584/85 das Schloss Hofen in Lochau bauen. Hans Gaudenz war Rat und Vogt zu Augsburg, Vogt der Herrschaften Bregenz und Hohenegg, Bregenzer Oberstadthauptmann, Oberst über das Tirolerische Regiment, Kaiserlicher Rat und Oberhofmeister. Wolf Dietrich von Raitenau (1559-1617), der spätere Erzbischof von Salzburg (1587-1612), wurde vermutlich auf Schloss Hofen geboren.

Der Sohn des Hans Gaudenz, Hans Werner V., war Obervogt zu Bregenz und ließ die Burg erweitern. Dessen älterer Bruder, Hans Werner III., hatte bei der Erbteilung den Hof zu Lochau u. a. m. als St. Gallisches Lehen bekommen. Durch seine Heirat 1558 mit Helena von Hohenems schuf er die Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Aufstieg seiner Familie. Die Hohenemser waren mit den Medici von Mailand verschwägert und konnten in ihrer Familie einen Papst, und zwar Gian Angelo, der spätere Papst Pius IV., aufweisen. Durch diesen finanziellen Rückhalt konnte Hans Werner III. 1568 das Schloss Langenstein mit dem Dorf Orsingen dem Hans Wilhelm von Knöringen abkaufen. Das alte Schloss wurde tiefgreifend umgebaut, sodass nur der alte Bergfried stehen blieb. Helena von Hohenems leitete den Umbau, da ihr Mann sein Leben auf diplomatischen Missionen und im Kriegsdienst fernab der Familie führte. Hans Werner III. wurde Kaiserlicher Rat und Oberst über zehn Fähnlein deutscher Knecht (1569), die Kaiser Maximilian II. mit der Schicklichkeit, Kriegserfahrenheit und den treuen Diensten des Hans Werner begründete. Dieses Regiment bestand aus 3- bis 4 000 Mann mit zehn Hauptleuten. 1584 nahm er Abschied von kaiserlichen Diensten und erhielt 1589 als Geschenk eine goldene Kette durch Erzherzog Ferdinand. Nach der Wahl seines ältesten Sohnes zum Fürsterzbischof von Salzburg wird sich Hans Werner zumeist in Salzburg aufgehalten haben, bei der Inthronisation am 19. Oktober 1587 war er anwesend. Im Herbst 1592 zog er mit seinen Söhnen Jakob Hannibal und Hans Ullrich II. gegen die Türken in den Krieg. Sein Sohn Jakob Hannibal führte das Kommando über ein vom Erzbistum Salzburg aufgestelltes Regiment. 1593 starb der nun 68-jährige Hans Werner in Szombor in Kroatien; sein Leichnam wurde nach Salzburg überführt und in der Stiftskirche St. Peter begraben.

Wolf Dietrich von Raitenau zahlte die übrigen an der Herrschaft Langenstein Erbberechtigten aus; im Jahre 1594 kaufte er noch das Dorf Volkertshausen und 1595 Schloss und Dorf Eigeltingen. Den Besitz ließ er seinen Bruder Jakob Hannibal verwalten bzw. er schenkte ihm später diese Besitzungen mit der Auflage einer Primogenitur. Jakob Hannibal lebte zuerst in Salzburg und zog erst 1600 nach Langenstein um. Durch seinen aufwändigen Lebensstil, den er sich eigentlich nicht leisten konnte, häufte er einen Schuldenberg von 40- bis 58-Tausend Gulden auf, den dann seine Nachfolger abtragen mussten. Neben der Herrschaft Langenstein erwarb Jakob Hannibal die Burg Hohenkrähen mit den Dörfern Duchtlingen und Schlatt unter Krähen, und für kurze Zeit auch das Dorf Mauenheim. Schlatt hatte er als freies Eigen von Hans Ludwig von Bodmann erworben. Nach seinem Tod (+ 13. Juli 1611) wurde er in der Kirche von Orsingen begraben.

Da er ohne Kinder verstarb, ging das Erbe an seine drei Brüder, Hans Ulrich II., Hans Werner IV. und Hans Rudolf. 1615 wurde Hans Rudolf die Herrschaft Langenstein von seinen Brüdern, die als Johanniterordenskomtur bzw. als Deutschordenskomtur keine Familien gründen konnten, übertragen. Bereits 1600 wurde er von Fürsterzbischof Wolf Dietrich zum Vicedom von Friesach ernannt, Wolf Dietrich unterstützte ihn auch beim Erwerb der Kärntner Herrschaft Gmünd. Da Hans Werner IV. sich sehr häufig in Langenstein aufhielt, übertrug ihm Hans Rudolf die Verwaltung der schwäbischen Besitzungen der Familie Raitenau.

1632 wurden die von Raitenau von Kaiser Ferdinand II. in den Grafenstand erhoben. Hans Rudolf verstarb mit 58 Jahren am 3. Mai 1633 und wurde zu Gmünd begraben. Hans Werner IV. wollte schon 1636 die Verwaltung von Langenstein aufgeben, musste sie aber bis zu seinem Tod am 25. Januar 1647 wahrnehmen. Er starb in seinem Haus in Konstanz, dem sogenannten Bündrichshof oder Lanzenhof, und wurde zu Orsingen begraben. Wolf Dietrich II. blieb nach dem Tod seiner Onkel und Brüder der einzige Erbe. 1637 verfasste er sein Testament und wenige Monate vor seinem Tod bereitete er den Verkauf der Herrschaft Gmünd an Paris Lodron vor. Am 6. Juni 1639 verstarb Wolf Dietrich II. auf seinem Kärntner Wohnsitz, dem Schloss Rosegg; er wurde in der Pfarrkirche zu Gmünd bestattet.

Der letzte Nachkömmling im Mannesstamm war Rudolf Hannibal. Dieser war beim Tod seines Vaters noch nicht volljährig. Er heiratete am 6. Oktober 1652 Benigna Freiin von Herberstein und lebte auf Schloss Rosegg. Am 19. Januar 1671 erlosch schließlich das Geschlecht der Raitenauer mit dem Tod von Rudolf Hannibal Graf von Raitenau, verstorben zu Langenstein und begraben in der Pfarrkirche von Orsingen.

Das Erbe ging an die Schwester des Rudolf Hannibal, Maria Anna Katharina von Raitenau, verheiratet mit Freiherrn Christoph von Welsperg und Primör. Der älteste Sohn aus dieser Verbindung übernahm 1677 die Herrschaft Langenstein. Die seit 1693 in den Grafenstand erhobenen von Welsperg verkauften Langenstein erst 1826 an Großherzog Ludwig von Baden. Von diesem gelangten die Besitzungen zuerst an seinen Sohn, Graf Ludwig von Langenstein, und 1872 an dessen Neffen, Graf Wilhelm Douglas. Mitglieder dieser ursprünglich aus Schottland stammenden Familie sind heute noch im Besitz dieser ehemaligen Güter der Raitenauer.

Berühmte Familienmitglieder

  • Johann Rudolf von Raitenau, Fürstabt des Klosters Kempten (1507-1523)
  • Hans Ulrich I., erzogen in den Klöstern Kempten und Ottobeuren, studierte in Freiburg und Dillingen und wurde Abt im Kloster St. Maximin bei Trier, 1560 Koadjutor und 1570 Fürstabt des Klosters Murbach im Elsaß, das mit dem burgundischen Kloster Lüders vereint war (+ 1587)
  • Hans Gaudenz von Raitenau, erhält 1562 die Burg Hofen als österreichisches Lehen und lässt an derselben Stelle in den Jahren 1584/85 das noch heute bestehende Schloss Hofen bei Lochau bauen.
  • Wolf Dietrich von Raitenau (1559-1617), Erzbischof von Salzburg (1587-1612)
Quelle: Wikipedia
 
Die Genealogie der Herren und Grafen von Raitenau befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Stammwappen der Khuen von Belasi

Die Khuen von Belasy (Belasi) sind ein altes, aus Tirol stammendes Adelsgeschlecht, das im 16. Jahrhundert auch in Niederösterreich und Böhmen ansässig wurde und in mehreren Linien verzweigt war.

1640 erfolgte die Erhebung der Familie in den Reichsgrafenstand. Die Familie ist bis heute in Südtirol ansässig.

Geschichte

Die Khuen (auch Khuon, Khun etc.) stammen von Egno oder Egino in der Grube de Tramino (Tramin) ab, der in Bozen am 13. und 14. Juli 1111 urkundlich auftritt. Die Stammreihe beginnt mit Egeno in der Grube von Tramin, der von 1209 bis 1229 urkundlich erscheint. Als ritterliches Geschlecht erscheint es erstmals 1311 im Kriegsdienst der Traminer Dorfgemeinde. Der Urenkel des Egeno, Dominus Chuonradus von Tramin, urkundlich von 1342 bis 1372, wurde „Chuon“ (der Kühne) genannt, welcher Name später als Khuen auf seine Nachkommen überging.

Um 1380 erwirbt Arnold, Sohn des Cuanus von Tramin, die namengebende Burg Belasi im Trentiner Nonsberg durch Eheschließung mit Elisabeth von Belasi, der letzten ihres Stammes.

Hans Jakob wird Landeshauptmann an der Etsch und vermählt sich 1422 mit Margarethe von Niederthor, ebenfalls Erbin aus einem Bozener Geschlecht, das u. a. auf Burg Neuhaus ansässig war. Damit kommen weitläufige Besitzungen an die Familie, die ihr Wappen (stehender Löwe) mit dem der Niederthor (Turm mit offenem Tor) vereinigt. Deutlicher treten die Khuen erst im 16. Jahrhundert in Erscheinung: Pankraz Khuen wird 1496 Rat des späteren Kaisers Maximilian und wird im Jahre 1513 von ihm mit Burg Lichtenberg im oberen Vinschgau belehnt, das Khuen von den Herren von Spaur erworben hatte.

Jemand kam einmal auf die Idee den Datenschutz auch bei Todesanzeigen anzuwenden.

Während in manchen Regionen die Tradition beibehalten wurde, in den Todesanzeigen die Trauernden mit Vornamen und Familiennamen anzuführen, gibt es Regionen wo nur die Vornamen vermerkt sind.

Außer den Kindern, Enkeln, UrEnkeln, ... sind oft auch die Vornamen von Personen angeführt, die nicht zur Verwandtschaft gehören. Die Leser haben es deshalb sehr schwer in den Todesanzeigen die richtigen verwandtschaftlichen Zusammenhänge zwischen den Trauernden und den Verstorbenen zu erkennen.

Dieser mehr als merkwürdige Datenschutz veranlasst so manchen Verfasser von Todesanzeigen zu außergewöhnlicher Kreativität.

Bürgermusik Au anno 1929
Bei dieser Todesanzeige ist man zudem nicht sicher, wie der Text eigentlich gemeint ist.

Solche Todesanzeigen und Kuriosa hat Dr. Christian Sprang aus Wiesbaden auf seiner Webseite http://www.todesanzeigensammlung.de gesammelt. Vielleicht findet sich hier auch einmal eine Todesanzeige ohne Text, die dann als Vorlage für Todesanzeigen mit perfektem Datenschutz verwendet werden könnte.

 

Protest gegen EU-Urheberrechtsreform - Kritik kommt von unterschiedlichen Seiten

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das freie Internet erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleinste Unternehmen müssten fehleranfällige und technisch unausgereifte Upload-Filter für sämtliche ihrer Inhalte einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverleger einzuhalten (Artikel 11). Dies könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit deutlich beeinträchtigen.

Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet! #Uploadfilter #Artikel13

  • Gegen die Reform protestieren rund fünf Millionen Menschen in einer Petition, 145 Bürgerrechts- und Menschenrechtsorganisationen, Wirtschafts- und IT-Verbände (darunter Bitkom, der deutsche Start-Up-Verband oder der Chaos-Computer-Club), Internet-Pioniere wie Tim Berners-Lee, Journalistenverbände sowie auch Kreativschaffende.
  • YouTuber wollen gegen Artikel 13 auf die Straße gehen. Millionen junge Fans sind richtig wütend: Webstars wie Gronkh und Unge rufen zum Protest gegen die EU-Urheberrechtsreform auf. Vor allem für die CDU kommt der Widerstand zur Unzeit.
  • Protest gegen Uploadfilter und EU-Urheberrechtsreform in Berlin: Das Bündnis "Berlin gegen 13" rief am 2. März 2019 zu einer Demonstration gegen die EU-Urheberrechtsreform auf.
  • EU-Copyrightreform: Spontandemos gegen Artikel 13 und Abstimmungs-Vorverlegung - "Nie mehr CDU". Die Pläne für eine Vorverlegung der Abstimmung zur EU-Urheberrechtsreform trieb in fünf Städten spontan Tausende Menschen auf die Straße.
  • Freie Meinungsäußerung im Netz in Gefahr? "Gegen die Zensurmonster": Protest gegen geplante EU-Urheberrechtsreform in Kassel.
  • „Diesel-Filter statt Upload-Filter“ – Demonstration gegen EU-Urheberrechtsreform. In Berlin haben sich mehr als tausend Menschen versammelt, um gegen mögliche Upload-Filter zu demonstrieren. Die Wut richtete sich gegen die Bundesregierung.
  • Auch die Autorenschaft der Wikipedia protestiert gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, die nun vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden soll. Die deutschsprachige Wikipedia, die Platz sieben unter den am häufigsten aufgerufenen Webseiten im deutschen Sprachraum belegt, wird deshalb am 21.03.2019 für 24 Stunden keine enzyklopädischen Inhalte präsentieren”.
  • #SaveYourInternet: Raise Your Voice & Act Against Article 13: Contact Your MEPs and Government
  • Unterschreiben Sie die Petition: Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet!

verwandten.info unterstützt den Protest gegen die EU-Urheberrechtsreform

Sforza-Wappen der nicht-mailändischen Linien

Die "Attendolo" waren eine Familie wohlhabender Bauern, die ursprünglich aus Cotignola im Ravenna-Gebiet stammten. Sie sind die Vorfahren der berühmten im 15. Jahrhundert entstandenen Sforza-Dynastie, welche ihren Sitz in Mailand hatten.

Wappen

Beim Wappen handelt es sich um das ursprüngliche Wappen des Hauses Sforza, welches von den nicht-mailändischen Linien der Familie fortgeführt wurde.

Beschreibung: Azurblaues Schild mit zügellosem goldenen Löwen mit rot blitzenden Krallen, in der Pranke ein grün-goldener Quittenzweig.

Stammvater

Muzio Attendolo (* ca. 1300 + nach 1350) ist der Stammvater der "Attendolo-Sippe". Von ihm sind die Kinder Nascimbene und Giovanni Attendolo bekannt.

Wappen des Königreichs Aragón

Das Königreich Aragón (aragonesisch Reino d’Aragón, katalanisch Regne d’Aragó, spanisch Reino de Aragón) war ein Staatsgebilde des mittelalterlichen Spaniens, welches von 1035 bis 1707 existierte.

Das Königreich Aragón ging 1035 durch eine Abspaltung aus dem baskischen Königreich Navarra unter einem Seitenzweig des Hauses Jiménez hervor. Im ersten Jahrhundert seines Bestehens konnte es sich neben dem Königreich Navarra, dem aus dem Königreich Asturien hervorgegangenen Königreich León-Kastilien und dem wiederum davon abgespaltenen Königreich Portugal als eines der vier wichtigsten christlichen Reiche auf der Iberischen Halbinsel etablieren. Ursprünglich auf die Südausläufer der Pyrenäen begrenzt konnte es im Zuge der Reconquista gegen das muslimische Al-Andalus territorial erheblich nach Süden expandieren.

Wappen von Liechtenstein

Die Grafschaft Vaduz war ein Territorium im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sie entstand 1342 durch Erbteilung als Teil der Grafschaft Werdenberg. Der Grafschaft wurde 1396 die Reichsunmittelbarkeit gewährt, nachdem vier Jahre zuvor die Ansprüche der Grafen zu Werdenberg geendet hatten. Die gräfliche Linie von Vaduz starb 1416 aus und die Freiherren von Brandis übernahmen die Herrschaft.

Ab 1507 beherrschten die Grafen von Sulz Vaduz sowie die nördlich davon gelegene Herrschaft Schellenberg. Sie verkauften 1613 beide an die Grafen von Hohenems. Wegen der jahrelangen exzessiven Hexenverfolgungen und der widerrechtlichen Aneignung des Vermögens der Hingerichteten wurde am 12. Mai 1681 gegen den regierenden Grafen Ferdinand Karl von Hohenems (1650–1686) die Reichsexekution eingeleitet und der Kemptener Fürstabt Rupert mit ihrer Durchführung beauftragt. Der Graf wurde 1683 auf kaiserlichen Befehl verhaftet, verlor durch Verfügung des Reichshofrates vom 22. Juni 1684 die Herrschergewalt und wurde gleichzeitig zur Rückgabe des konfiszierten Eigentums an die Hinterbliebenen verpflichtet.

Wappen Von Bentele

Familienname

Beim Familiennamen Bentele handelt sich um eine schwäbisch/alemannische Kurzform des männlichen Vornamens Pantaleon. Heute ist der Name im südlichen Baden-Württemberg und dort besonders in den Landkreisen Ravensburg und Bodenseekreis verbreitet.

Bei der Dudendeutung ist -le kein Suffix, sondern ein aus -leon durch Wegfall von (on) entstandenes -le(on). So entstand der relativ seltene Nachname Pantele. Bei der Änderung von Pante in Bente entstand der auch noch immer selten vorkommende Name Bantleon.

Spitzenahnen

Spitzenahnen sind die jeweils ältesten Vorfahren in einer Ahnenreihe, zu denen die Daten der Eltern fehlen:

Magnus Bentele, geboren im Jahre 1680, ist der älteste Namensträger im Stammbaum-Netzwerk. Er war zweimal verheiratet und hatte insgesamt 6 Kinder. Magnus Bentele lebte mit seiner Familie in Hittisau, Bregenzerwald.

Im Stambaum-Netzwerk befinden sich derzeit 150 Personen mit dem Familiennamen Bentele

Pfarrkirche St. Jakob in Meransen

Meransen (italienisch: Maranza) in Südtirol (Italien), heute eine Fraktion der Gemeinde Mühlbach, liegt auf einer Südterrasse am Eingang des Pustertales oberhalb des Marktortes Mühlbach und der Mühlbacher Klause auf 1414 m Meereshöhe. Meransen ist ein Streudorf mit heute circa 850 Einwohnern. Zur Gemeinde Mühlbach gehören auch die Franktionen Spinges und Vals.

Nachdem nun der Hauptort Mühlbach ebenso wie die Fraktionen Spinges, Vals und Meransen durch Jahrhunderte (bis 1891) zur Pfarre Rodeneck gehörte, darf angenommen werden, dass Rodank-Rodeneck die ursprüngliche Muttergemeinde gewesen ist.

Geschichte

Spuren einer ersten Besiedlung des Berges am „Burgstall“ hinter dem Gasslerhof führen in das erste vorchristliche Jahrtausend zurück. Weitere Zeugen alter Zeiten sind die sog. „alte Kuchl“ am alten Fußweg nach Meransen, eine Felsnische, in der Scherben aus vorchristlicher Zeit gefunden wurden; auch der mit Granitplatten ausgelegte Steig von Mühlbach zum Dorf selbst, von jeher „Katzenleiter“ genannt, was auf einen befestigten Platz („castelliere“) am Berg hinweist, gehört zu diesen Denkmälern. Etwa auf halbem Weg liegt – durch den Straßenbau nicht mehr an ihrem ursprünglichen Ort – die „Jungfrauenrast“, eine Gedenkstätte für die Stelle, an der die „Heiligen Drei Jungfrauen“ Aubet, Cubet und Quere der Legende nach erschöpft Rast gemacht haben sollen.

Computer-Genealogie

Ich habe von Verwandten weit über 250 Stammbäume und Familienblätter erhalten, die ich nach und nach in das Stammbaum-Netzwerk übernommen habe. Bei der Übernahme dieser Daten sind mir die unterschiedlichen Angaben aufgefallen. Für ein und dieselbe Person hatte es auf den diversen Familienblättern und Stammbäumen unterschiedliche Geburts-, Ehe- oder Sterbedaten.

Früher hatte man keine Computer mit Genealogieprogrammen. Die großen Stammbäume wurden händisch gezeichnet und beschriftet und die Familienblätter im besten Fall mit der Schreibmaschine erstellt. Fehler waren somit vorprogrammiert.

Wenn ich einen neuen Stammbaum erhalte, vergleiche ich jedes einzelne Datum mit den Daten im Stammbaum-Netzwerk. Wenn es Abweichungen gibt, kann ich zum Vergleich per Mausklick die entsprechende Kirchenbuchseite aufrufen und eine neuerliche Überprüfung vornehmen. Zudem sind bei sämtlichen Namen und Daten alle Quellen hinterlegt. Plausibilitätstests helfen zusätzlich eine sehr hohe Datenqualität beim Stammbaum-Netzwerk zu erreichen.